Rechner
ETF-Sparplan-Rechner
Was aus einer monatlichen Rate über die Jahre wird — wahlweise mit Fondskosten, steigender Sparrate, Ausschüttungen, Entnahmephase und der Steuer, die unterwegs tatsächlich anfällt.
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Beispielrechnung: 250 € im Monat über 25 Jahre
Die Werte, mit denen der Rechner startet, sind zugleich die Beispielrechnung dieser Seite: 1.000 € Startkapital, 250 € monatliche Sparrate, 25 Jahre Laufzeit, 6 % angenommene Rendite pro Jahr und 0,2 % Fondskosten. Daraus werden 168.075 €.
Eingezahlt wurden davon 76.000 € — jeder weitere Euro stammt aus dem Ertrag. Sein Anteil am Endkapital liegt bei rund 55 %. Das ist die eigentliche Aussage eines Sparplans über lange Laufzeiten: Nicht die Rate entscheidet über das Ergebnis, sondern die Zeit, die sie zum Arbeiten hat.
Zwei Abzüge fehlen in dieser Zahl noch, und beide lassen sich oben zuschalten. Mit Steuerberechnung — Vorabpauschale während der Ansparphase, Teilfreistellung, jährlicher Sparerpauschbetrag — endet dieselbe Rechnung bei 165.655 €. Und in heutiger Kaufkraft, bei 2 % Inflation, entsprechen die 168.075 € noch 102.447 €.
Der Verlauf Jahr für Jahr
Der Ertragsanteil wächst überproportional: In den ersten Jahren dominieren die Einzahlungen, später trägt sich das Kapital zunehmend selbst. Die Tabelle zeigt den Verlauf der oben eingestellten Rechnung; hervorgehoben ist das Jahr, in dem der Wertzuwachs die Einzahlungen dieses Jahres erstmals übersteigt.
| Jahr | Eingezahlt | Ertrag | Steuern | Depotwert |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 4.000 € | 137 € | — | 4.137 € |
| 2 | 7.000 € | 455 € | — | 7.455 € |
| 3 | 10.000 € | 965 € | — | 10.965 € |
| 4 | 13.000 € | 1.679 € | — | 14.679 € |
| 5 | 16.000 € | 2.608 € | — | 18.608 € |
| 6 | 19.000 € | 3.764 € | — | 22.764 € |
| 7 | 22.000 € | 5.160 € | — | 27.160 € |
| 8 | 25.000 € | 6.812 € | — | 31.812 € |
| 9 | 28.000 € | 8.732 € | — | 36.732 € |
| 10 | 31.000 € | 10.937 € | — | 41.937 € |
| 11 | 34.000 € | 13.444 € | — | 47.444 € |
| 12 | 37.000 € | 16.270 € | — | 53.270 € |
| 13 | 40.000 € | 19.433 € | — | 59.433 € |
| 14 | 43.000 € | 22.952 € | — | 65.952 € |
| 15 | 46.000 € | 26.849 € | — | 72.849 € |
| 16 | 49.000 € | 31.145 € | — | 80.145 € |
| 17 | 52.000 € | 35.864 € | — | 87.864 € |
| 18 | 55.000 € | 41.030 € | — | 96.030 € |
| 19 | 58.000 € | 46.668 € | — | 104.668 € |
| 20 | 61.000 € | 52.807 € | — | 113.807 € |
| 21 | 64.000 € | 59.474 € | — | 123.474 € |
| 22 | 67.000 € | 66.701 € | — | 133.701 € |
| 23 | 70.000 € | 74.521 € | — | 144.521 € |
| 24 | 73.000 € | 82.966 € | — | 155.966 € |
| 25 | 76.000 € | 92.075 € | — | 168.075 € |
Welche Sparrate für welches Ziel?
Der Rechner beantwortet die Frage in der einen Richtung: Rate hinein, Endkapital heraus. Gestellt wird sie oft in der anderen — jemand hat einen Betrag im Kopf und will wissen, was dafür monatlich zurückzulegen wäre. Die Tabelle rechnet das für die verbreiteten Zielbeträge durch, mit denselben Annahmen wie oben (6 % Rendite, 0,2 % Fondskosten, kein Startkapital, ohne Steuerberechnung).
| Zielkapital | 10 Jahre | 20 Jahre | 30 Jahre |
|---|---|---|---|
| 50.000 € | 311 € / Monat | 113 € / Monat | 53 € / Monat |
| 100.000 € | 622 € / Monat | 226 € / Monat | 107 € / Monat |
| 250.000 € | 1.555 € / Monat | 564 € / Monat | 266 € / Monat |
| 500.000 € | 3.111 € / Monat | 1.129 € / Monat | 533 € / Monat |
Die Zeile mit 250.000 € zeigt den Hebel der Laufzeit am deutlichsten: Wer zwanzig statt zehn Jahre Zeit hat, kommt mit rund einem Drittel der Rate aus — nicht mit der Hälfte, wie die verdoppelte Zeit nahelegt. Der Unterschied ist der Ertrag, der in den zusätzlichen Jahren selbst mitverdient. Welche Rate im eigenen Haushalt überhaupt dauerhaft tragfähig ist — und warum eine zu hohe Rate der häufigste Grund für einen abgebrochenen Sparplan ist —, behandelt der Artikel Welche Sparrate ist die richtige?.
Zinseszins im ETF-Sparplan
Zinseszins heißt: Der Ertrag eines Jahres erzeugt im nächsten Jahr selbst Ertrag. Beim ETF ist es genau genommen kein Zins, sondern Wertzuwachs — die Mechanik ist dieselbe, solange die Erträge im Depot bleiben. Ein thesaurierender Fonds legt sie automatisch wieder an; bei einem ausschüttenden entsteht derselbe Effekt nur, wenn die Ausschüttung wieder investiert wird.
Die Wirkung ist über kurze Zeiträume unscheinbar und über lange dominierend. Im Beispiel oben liegt der Wendepunkt in Jahr 13: Ab dort ist der Wertzuwachs eines Jahres größer als alles, was in diesem Jahr eingezahlt wird. Genau deshalb wiegt ein früher Start schwerer als eine hohe Rate — die letzten Jahre einer langen Laufzeit tragen mehr bei als die ersten zehn zusammen.
Wer die reine Zinseszinsrechnung ohne Fondsmantel braucht — für Tagesgeld, Festgeld oder eine Anleihe —, ist beim Zins- und Anleihenrechner richtig. Die Frage, ob eine vorhandene Summe besser auf einmal oder gestaffelt angelegt wird, beantwortet der Einstiegsrechner.
Welche Rendite du einsetzen solltest
Die Renditeannahme ist die Eingabe mit der größten Wirkung und der geringsten Sicherheit. Wir nennen hier bewusst keine Zahl als die richtige: Eine Renditeannahme ist eine Annahme, keine Tatsache, und die Wertentwicklung der Vergangenheit sagt nichts über die Zukunft.
Welcher Index dahintersteht, ändert daran nichts, verschiebt aber die Bandbreite: Ein weltweit streuender Index wie der MSCI World oder der FTSE All-World verhält sich anders als ein Länderindex wie der S&P 500 oder der DAX, der auf einen Markt konzentriert ist. Was ein Index abdeckt und wo sich zwei Indizes überschneiden, behandelt Welcher Index passt?; die Frage nach dem Klumpenrisiko einzelner Länder steht in Klumpenrisiko USA.
Praktisch nützlicher als die eine Zahl ist eine Spanne. Rechne denselben Sparplan zwei- oder dreimal mit unterschiedlichen Annahmen durch und sieh dir an, wie weit die Ergebnisse auseinanderliegen — der Abstand zwischen den Läufen ist die ehrlichere Aussage als jeder Einzelwert. Und schalte dabei die Kaufkraftansicht ein: Eine nominale Endsumme in dreißig Jahren ist keine Größe, mit der sich planen lässt.
Was die Kosten aus dem Ergebnis machen
Die Fondskosten (TER) werden dem Fondsvermögen laufend entnommen und mindern damit die Rendite, die beim Anleger ankommt. Sie wirken auf denselben Zinseszins wie der Ertrag — nur in die andere Richtung. Im Beispiel oben kosten 0,2 % pro Jahr über 25 Jahre am Ende 5.289 €: Ohne Fondskosten stünden dort 173.364 € statt 168.075 €.
Die TER ist dabei nicht der einzige Abzug und oft nicht einmal der größte. Dazu kommen die Ausführungsgebühr des Brokers je Sparplanrate und der Spread beim Kauf. Beides hängt nicht am Fonds, sondern am Depot, und beides rechnet der Sparplankosten-Rechner als effektive Einstiegskostenquote aus; wie die Depots verschiedener Anbieter bei einer bestimmten Rate dastehen, zeigt der Depotvergleich. Warum die TER überdies nicht alle Kosten enthält und die Tracking-Differenz das ehrlichere Maß ist, steht in TER und Tracking Difference.
Steuern im Sparplan
Ein Sparplanrechner, der brutto endet, nennt eine Zahl, die so nie aufs Konto kommt. Zugeschaltet rechnet dieser hier nicht mit einem pauschalen Steuersatz auf den Gewinn, sondern mit den drei Größen, die während der Ansparphase und danach tatsächlich greifen.
Die Vorabpauschale nach § 18 InvStG wird jährlich auf den Wert zu Jahresbeginn angesetzt und ist durch die Wertsteigerung des Jahres gedeckelt — in schwachen Jahren also null. Die Teilfreistellung nimmt je nach Fondsart einen Teil der Erträge von vornherein aus der Bemessung; bei einem Aktien-ETF sind das 30 %. Und der Sparerpauschbetrag von 1.000 € je Person und Jahr steht jedes Jahr neu zur Verfügung — wie weit er reicht, zeigt der Freibetragsrechner.
Im Vorgabefall trennen die Rechnung mit und ohne Steuerberechnung 2.420 € — wenig, und der Grund ist der Pauschbetrag: Bei einem Depot dieser Größe deckt er die Vorabpauschale über weite Strecken ab. Darüber kippt es. Dieselbe Rechnung mit 1.000 € Rate statt 250 € verliert an Steuern bereits 27.340 €. Wer wissen will, was beim Verkauf am Ende zusammenkommt, findet die Systematik in ETF verkaufen und versteuern.
Vom Sparplan zum Auszahlplan
Ein Sparplan endet selten mit einem Verkauf auf einen Schlag. Deshalb lässt sich hier eine Entnahmephase zuschalten: Ab einem gewählten Jahr wird nicht mehr eingezahlt, sondern monatlich entnommen — netto, also nach Steuern, sodass der eingegebene Betrag tatsächlich ankommt. Auf Wunsch steigt die Entnahme jährlich mit der Inflation, was über zwanzig Jahre den Unterschied zwischen Planung und Wunschdenken ausmacht.
Der Rechner zeigt dabei auch den unangenehmen Fall: Reicht das Kapital nicht, nennt er das Jahr, in dem es aufgebraucht ist. Wer die Entnahmephase für sich betrachten will, ohne Ansparphase davor, nimmt den Entnahmerechner. Welche Entnahmestrategien es gibt und warum eine feste Prozentregel in schwachen Jahren gefährlich wird, steht in Entnahmestrategien — die Rolle der Reihenfolge einzelner Renditejahre in Reihenfolgerisiko.
Wie dieser Rechner rechnet
Gerechnet wird Monat für Monat, nicht mit einer geschlossenen Formel: Zuerst wird das Kapital mit dem Monatszins abzüglich der anteiligen Fondskosten verzinst, danach kommt die Sparrate hinzu. Der Monatszins ist die zwölfte Wurzel aus (1 + Rendite) minus eins, sodass zwölf Monate exakt die angegebene Jahresrendite ergeben. Steuern, Ausschüttungen und die Dynamisierung greifen jeweils einmal jährlich.
| Baustein | Wie gerechnet wird |
|---|---|
| Verzinsung | Monatlich, Renditeannahme als effektiver Jahreswert; Fondskosten werden monatlich anteilig abgezogen |
| Sparrate | Nachschüssig, optional jährlich erhöht — wahlweise um einen festen Eurobetrag oder um einen Prozentsatz, der mitwächst |
| Ertragsverwendung | Beim Ausschütter wird einmal jährlich der angegebene Anteil des Depotwerts ausgekehrt; der Kurs sinkt um denselben Betrag. Die Bruttorendite ändert sich dadurch nicht |
| Eingezahlt | Startkapital plus alle geflossenen Raten — nicht der steuerliche Einstandswert, der mit Vorabpauschalen und wiederangelegten Ausschüttungen mitwächst |
| Kaufkraft | Die Rechnung läuft nominal; die Ansicht „Kaufkraft heute" diskontiert jeden Betrag mit der angenommenen Inflation auf das Jahr des Beginns |
| Wendepunkt | Erstes Jahr, in dem der Wertzuwachs die Einzahlungen dieses Jahres übersteigt — nur in der Ansparphase gezählt |
| Vorabpauschale | Jährlich, gedeckelt durch die Wertsteigerung des Jahres — in schwachen Jahren also null. Ausschüttungen des Jahres werden nach § 18 InvStG gegengerechnet |
| Entnahme | Nur der Gewinnanteil ist steuerpflichtig; die Entnahme wird brutto erhöht, damit netto der gewünschte Betrag ankommt. Auf Wunsch steigt sie jährlich mit der Inflation |
| Freibetrag | Sparerpauschbetrag, steht jedes Jahr neu zur Verfügung |
Dieser Rechner bildet die Besteuerung von Investmentanteilen ab — mit Vorabpauschale nach § 18 InvStG und Teilfreistellung nach § 20 InvStG. Für einen Sparplan auf einzelne Aktien gilt beides nicht: Dort werden nur Dividenden bei Zufluss und der Gewinn beim Verkauf besteuert. Die Auswahl „Sonstige (0 %)" schaltet nur die Teilfreistellung ab, nicht die Vorabpauschale — die Rechnung wiese für eine Einzelaktie deshalb eine Steuer aus, die es nicht gibt. Dafür ist der Aktiensparplan-Rechner gebaut.
Sätze und Freibeträge nach dem Stand Juli 2026. Der Basiszins für die Vorabpauschale wird jährlich neu festgelegt und ist deshalb als Eingabe veränderbar.
Modellrechnung mit konstanter Rendite. Reale Märkte schwanken; eine gleichmäßige jährliche Wertentwicklung gibt es nicht. Für Entnahmen ist zusätzlich die Reihenfolge der Renditen entscheidend — schwache Jahre zu Beginn verkürzen die Reichweite gegenüber diesem Modell erheblich. Keine Prognose, keine Anlage- oder Steuerberatung.
Häufige Fragen
Ist der ETF-Sparplan-Rechner kostenlos?
Ja. Der Rechner ist ohne Anmeldung, ohne Registrierung und ohne Begrenzung der Berechnungen nutzbar. Es gibt keine kostenpflichtige Variante mit mehr Funktionen.
Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen, gespeichert oder ausgewertet.
Wie berechne ich den Zinseszins eines ETF-Sparplans?
Für eine gleichbleibende Monatsrate gilt die Rentenendwertformel: Endkapital = Rate × ((1 + i)n − 1) ÷ i, wobei i der Monatszins und n die Zahl der Monate ist. Der Monatszins ist dabei nicht die Jahresrendite durch zwölf, sondern die zwölfte Wurzel aus (1 + Rendite) minus eins — sonst käme über zwölf Monate mehr heraus als die angegebene Jahresrendite.
Ein vorhandenes Startkapital wird getrennt aufgezinst und addiert. Sobald Fondskosten, eine steigende Sparrate, Ausschüttungen oder Steuern hinzukommen, gibt es keine geschlossene Formel mehr — dann hilft nur die Simulation Monat für Monat, wie sie dieser Rechner ausführt.
Welche Rendite sollte ich im ETF-Rechner ansetzen?
Das ist deine Annahme, nicht unsere Vorgabe. Wir nennen bewusst keine Zahl als „die richtige": Eine Renditeannahme ist keine Tatsache, und eine Vergangenheitsrendite ist keine Zusage für die Zukunft.
Sinnvoll ist, mit mehreren Werten zu rechnen und die Spanne zu betrachten statt einer einzelnen Zahl. Wichtiger als die Nachkommastelle sind zwei Dinge, die viele Rechnungen unterschlagen: die Fondskosten, die von der Bruttorendite abgehen, und die Inflation, die den Endbetrag in heutiger Kaufkraft deutlich kleiner macht. Beides lässt sich hier zuschalten.
Wie viel muss ich monatlich sparen, um 100.000 € zu erreichen?
Das hängt an der Laufzeit weit stärker als an der Rate. Die Tabelle unter „Welche Sparrate für welches Ziel?" rechnet die verbreiteten Zielbeträge für zehn, zwanzig und dreißig Jahre durch — gerechnet mit demselben Kern wie der Rechner darüber.
Wer einen anderen Zielbetrag hat, stellt die Rate im Rechner so lange nach, bis das Endkapital passt. Welche Rate im eigenen Haushalt überhaupt tragfähig ist, behandelt der Artikel Welche Sparrate ist die richtige?.
Wie wird das Endkapital eines ETF-Sparplans berechnet?
Der Rechner simuliert Monat für Monat: Zuerst wird das Kapital mit der Monatsrendite abzüglich der anteiligen Fondskosten verzinst, danach kommt die Sparrate hinzu.
Die Renditeannahme wird als effektiver Jahreswert behandelt. Der Monatszins ergibt sich aus der zwölften Wurzel von (1 + Rendite), sodass zwölf Monate exakt die angegebene Jahresrendite ergeben.
Was bedeutet Dynamisierung beim Sparplan?
Die Dynamisierung erhöht die monatliche Sparrate einmal jährlich — wahlweise um einen festen Eurobetrag oder um einen Prozentsatz. Sie bildet ab, dass Sparraten üblicherweise mit dem Einkommen mitwachsen.
Der Unterschied zwischen beiden Arten wird über lange Laufzeiten groß: Zehn Euro mehr im Jahr sind bei einer Rate von 100 Euro anfangs über zehn Prozent und nach zwanzig Jahren ein Bruchteil davon. Eine prozentuale Erhöhung wächst dagegen mit.
Was ändert sich, wenn ich von thesaurierend auf ausschüttend umstelle?
Die Bruttorendite bleibt gleich. Was ausgeschüttet wird, verlässt das Fondsvermögen — der Kurs sinkt um denselben Betrag, sodass Kurs plus Ausschüttung in beiden Fällen identisch sind. Der Unterschied ist ausschließlich steuerlich.
Der Ausschütter versteuert früher, dafür fällt seine Vorabpauschale niedriger aus oder ganz weg: Sie ist nach § 18 InvStG nur der Betrag, um den der Basisertrag die Ausschüttungen des Jahres übersteigt. Ohne Steuerberechnung enden beide Wege deshalb exakt gleich.
Was bedeutet „Ausschüttung wieder anlegen" gegenüber „auszahlen"?
Bei Wiederanlage wird die Ausschüttung nach Steuern sofort wieder investiert. Das ist der Vergleich zweier Ertragsverwendungen desselben Sparplans.
Bei Auszahlung verlässt das Geld das Depot. Dann vergleicht der Rechner nicht mehr zwei Fondsarten, sondern Vermögensaufbau gegen laufendes Einkommen — die Kennzahl „Cashflow je Monat" zeigt, wie viel dabei herauskommt.
Wie berücksichtigt der Rechner die Steuer?
Zugeschaltet rechnet er drei Dinge: In der Ansparphase die jährliche Vorabpauschale, gedeckelt durch die tatsächliche Wertsteigerung des Jahres. Bei einem ausschüttenden Fonds die Steuer auf die Ausschüttung. In der Entnahmephase die Steuer auf den Gewinnanteil jeder Entnahme.
Berücksichtigt werden Teilfreistellung je nach ETF-Art, der jährlich neu verfügbare Sparerpauschbetrag, Solidaritätszuschlag und wahlweise Kirchensteuer. Bei Kirchensteuerpflicht gilt die Formel aus § 32d Abs. 1 EStG.
Warum sinkt der Depotwert in manchen Jahren trotz positiver Rendite?
In der Entnahmephase kann die Entnahme höher liegen als der Ertrag — dann wird Substanz verbraucht und der Bestand sinkt.
Zusätzlich wird bei aktivierter Steuerberechnung einmal jährlich die Vorabpauschale aus dem Depot beglichen, sofern der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist. Bei einem Ausschütter verlässt zudem die Ausschüttung selbst das Fondsvermögen.
Was ist der Unterschied zwischen „Eingezahlt" und dem steuerlichen Einstand?
„Eingezahlt" ist, was tatsächlich überwiesen wurde: Startkapital plus alle Raten. Diese Zahl sinkt nie und steigt nicht mehr, sobald die Einzahlungen enden.
Der steuerliche Einstandswert ist eine andere Größe: Er steigt mit jeder angesetzten Vorabpauschale und jeder wiederangelegten Ausschüttung, weil diese Beträge beim Verkauf nach § 19 InvStG nicht noch einmal besteuert werden dürfen. Für den steuerpflichtigen Gewinn ist er maßgeblich, als Anzeige wäre er irreführend.
Was ist die Günstigerprüfung?
Liegt dein persönlicher Grenzsteuersatz unter dem Abgeltungsteuersatz, kannst du in der Steuererklärung beantragen, dass die Kapitalerträge mit dem persönlichen Satz besteuert werden.
Angewendet wird dann der niedrigere der beiden Sätze. Sie lohnt sich typischerweise bei geringem zu versteuerndem Einkommen.
Werden meine Eingaben gespeichert?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen, gespeichert oder ausgewertet.