Rechner
Sparerpauschbetrag ausschöpfen
Der Freibetrag gilt je Kalenderjahr und wird nicht vorgetragen — wer ihn nicht nutzt, verliert ihn. Was das Ausschöpfen über zwanzig Jahre bringt, hängt an drei Größen, die hier gegeneinander laufen.
Was auffällt
Aus deinen Eingaben abgeleitet
| Jahr | Depotwert | Realisiert | Kosten | Einstandswert |
|---|
Woher der Vorteil kommt
Nicht aus einer Lücke, sondern aus einem Freibetrag, der sonst verfällt. Der Sparerpauschbetrag steht jedes Kalenderjahr neu zur Verfügung und wird nicht vorgetragen. Wer über zwanzig Jahre nichts verkauft, nutzt ihn genau einmal — im Jahr des Verkaufs.
Beim Ausschöpfen wird jedes Jahr so viel Gewinn realisiert, wie der Freibetrag trägt. Die Steuer darauf beträgt null. Weil die Anteile sofort zurückgekauft werden, steigt ihr steuerlicher Einstandswert um denselben Betrag — der Gewinn, der am Ende zu versteuern wäre, schrumpft entsprechend.
| Größe | Wirkt |
|---|---|
| Freibetrag je Jahr | Für den Vorteil — je öfter genutzt, desto mehr |
| Teilfreistellung | Für den Vorteil — sie vergrößert den Rohgewinn, der in den Freibetrag passt |
| Ordergebühr und Spread | Dagegen — sie fallen jedes Jahr zweimal an |
| Depotgröße | Entscheidet, ob der Buchgewinn den Freibetrag überhaupt füllt |
Was der Rechner nicht abbildet
Kursbewegungen zwischen Verkauf und Rückkauf. In der Praxis werden beide Orders am selben Handelstag ausgeführt, ein Restrisiko bleibt. Ebenso wenig abgebildet sind andere Kapitalerträge, die den Pauschbetrag bereits belegen — dafür ist das Feld „freier Pauschbetrag" gedacht.
Und die Rechnung unterstellt eine gleichmäßige Wertsteigerung. In einem Verlustjahr gibt es nichts zu ernten; der Freibetrag dieses Jahres verfällt.
Wie der Freibetrag überhaupt zur Bank kommt, steht unter Freistellungsauftrag. Die Systematik beim Verkauf erklärt Verkaufen und Steuern, die Teilfreistellung der gleichnamige Artikel.
Wie dieser Rechner rechnet
| Baustein | Wie gerechnet wird |
|---|---|
| Modell | Ein Depot mit laufender Wertsteigerung, ohne Zuzahlungen. Am Jahresende wird so viel Gewinn realisiert, wie der freie Pauschbetrag hergibt — begrenzt durch den vorhandenen Buchgewinn |
| Teilfreistellung | Der Freibetrag verrechnet sich mit dem steuerpflichtigen Teil des Gewinns, nicht mit dem Rohgewinn. Bei 30 % Teilfreistellung passen deshalb rund 1.428 € Rohgewinn in 1.000 € Pauschbetrag |
| Verkaufsumfang | Verkauft wird nur der Anteil des Depots, der den gewünschten Gewinn enthält — nicht das ganze Depot |
| Kosten | Zwei Ordergebühren je Ernte (Verkauf und Rückkauf) plus die Handelsspanne auf den umgesetzten Betrag. Sie mindern das Vermögen und damit den künftigen Gewinn |
| Einstandswert | Der realisierte Gewinn erhöht den Einstand, die Kosten mindern ihn — genau daraus entsteht der Vorteil beim späteren Verkauf |
| Schlussverkauf | Fällt in dasselbe Kalenderjahr wie die letzte Ernte. Der Pauschbetrag dieses Jahres steht deshalb nur einmal zur Verfügung — sonst wäre der ausgewiesene Vorteil zu hoch |
| Rundung | Gerechnet wird ungerundet, gerundet erst bei der Anzeige |
Nicht abgebildet ist die Vorabpauschale: Sie verbraucht denselben Pauschbetrag und verringert den Spielraum für die Ernte. Ebenfalls außen vor bleibt das Kursrisiko zwischen Verkauf und Rückkauf — der Kern unterstellt, dass beides am selben Tag geschieht.
Modellrechnung mit gleichmäßiger Wertentwicklung, keine Prognose. Steuerliche Angaben betreffen Privatanleger in Deutschland und den aktuellen Rechtsstand. Ob sich die Maßnahme im Einzelfall lohnt, hängt auch von Faktoren ab, die hier nicht abgebildet sind. Dieser Rechner ist allgemeine Information und keine Steuer- oder Anlageberatung.
Häufige Fragen
Was bedeutet den Sparerpauschbetrag ausschöpfen?
Der Pauschbetrag gilt je Kalenderjahr und wird nicht vorgetragen. Wer in einem Jahr keine Kapitalerträge hat, verliert ihn. Beim Ausschöpfen werden gezielt Gewinne in seiner Höhe realisiert und die Anteile sofort zurückgekauft.
Die Steuer darauf beträgt null, und der Einstandswert der zurückgekauften Anteile steigt. Beim späteren Verkauf ist der steuerpflichtige Gewinn dadurch kleiner.
Ist das legal?
Ja. Es werden reale Verkäufe zu Marktpreisen getätigt und ein Freibetrag genutzt, den das Gesetz ausdrücklich vorsieht. Eine Haltefrist wie bei Immobilien oder Kryptowerten gibt es bei Wertpapieren nicht.
Es handelt sich um eine Steuerstundung mit Freibetragsnutzung, nicht um eine Umgehung. Wer will, kann statt des Rückkaufs auch einen vergleichbaren anderen Fonds erwerben.
Wann lohnt es sich nicht?
Bei kleinen Depots und hohen Ordergebühren. Fallen zweimal Gebühren an und reicht der Buchgewinn nicht aus, um den Freibetrag zu füllen, bleibt unter dem Strich ein Verlust.
Der Rechner weist diesen Fall aus: Wird der Vorteil negativ, erscheint eine entsprechende Warnung.
Warum wirkt die Teilfreistellung hier vergrößernd?
Weil der Freibetrag mit dem steuerpflichtigen Teil des Gewinns verrechnet wird. Bei einem Aktienfonds mit 30 Prozent Teilfreistellung sind nur 70 Prozent steuerpflichtig.
In einen Freibetrag von 1.000 Euro passen dadurch rund 1.429 Euro Rohgewinn statt 1.000 Euro. Über zwanzig Jahre summiert sich dieser Unterschied spürbar.
Was ist mit dem Rückkauf zu beachten?
Er sollte zeitnah erfolgen, weil das Kapital sonst nicht investiert ist. Kursbewegungen zwischen Verkauf und Rückkauf sind das eigentliche Risiko dieser Maßnahme.
Praktisch wird beides am selben Handelstag ausgeführt. Die Handelsspanne fällt trotzdem an — sie ist im Rechner als eigener Posten enthalten.
Werden meine Eingaben gespeichert?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen, gespeichert oder ausgewertet.