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Rechner

Was vom Index beim Anleger ankommt

Ein Index kennt keine Steuer. Ein Fonds hat einen Sitz — und auf jede Dividende aus dem Ausland behält der Quellenstaat etwas ein. Wie viel davon hängen bleibt, entscheidet das Abkommen zwischen beiden Staaten.

Euro
Jahre
Prozent des Index
Was der Fonds trägt

Erwarteter Rückstand zum Index

0,419 Punkte p. a.

davon Quellensteuer0,239 Punkte
Rendite des Fonds6,58 %
Indexwert am Ende380.613 €
Fondswert am Ende338.396 €
Rückstand in Euro42.217 €
davon durch Quellensteuer23.470 €
Index, Dividenden und Fondskosten
Prozent pro Jahr, brutto
Prozent pro Jahr, Teil der Indexrendite
Prozent, Durchschnitt
Prozent pro Jahr
Prozent pro Jahr, etwa Wertpapierleihe
Prozentpunkte bei Währungsabsicherung: Zins der Fremdwährung minus Euro-Zins. 0 heißt ungesichert.
Prozent pro Jahr über die Zinsdifferenz hinaus

Was auffällt

Aus deinen Eingaben abgeleitet

Derselbe Fonds, ein anderes Abkommen

Nur der Quellensteuersatz ändert sich

Fall Satz Leckage p. a. Rückstand p. a. Endwert
Aufbau der Quellensteuerleckage: Der Länderanteil im Index, die Dividendenrendite und der Quellensteuersatz multiplizieren sich zu einem jährlichen Rückstand des Fonds gegenüber dem Index.
Drei Faktoren multiplizieren sich — das Ergebnis liegt in der Größenordnung der Kostenquote. CC BY 4.0

Die Formel dahinter

Die Quellensteuerbelastung eines Fonds ist ein Produkt aus drei Faktoren, und deshalb lässt sie sich im Kopf abschätzen:

Länderanteil × Dividendenrendite × Quellensteuersatz.

Jeder Faktor wirkt gleich stark. Ein Index mit hoher Dividendenrendite verliert mehr als ein wachstumslastiger, ein Fonds mit hohem US-Anteil mehr als ein europäischer — und ein Domizil ohne Abkommensschutz mehr als eines mit.

Die beiden Sätze, um die es geht

Fall Satz Fundstelle
US-Dividenden ohne Abkommensschutz 30 % 26 U.S.C. § 871(a)(1)(A)
US-Dividenden bei irischem Fondsdomizil 15 % Art. 10 Abs. 2 DBA USA–Irland vom 28. Juli 1997 (Portfoliodividenden), bestätigt im Senatsbericht

Quelle: Internal Revenue Code (Cornell Law School, Legal Information Institute) · Stand 31.07.2026 · 26 U.S.C. § 871(a)(1)(A)

Quelle: U.S. Senate, Executive Report 105-13 zur Tax Convention with Ireland · Stand 31.07.2026 · Art. 10 Abs. 2 DBA USA–Irland vom 28. Juli 1997 (Portfoliodividenden), bestätigt im Senatsbericht

Für andere Domizile nennt dieser Rechner bewusst keine Sätze. Die Abkommenslage hängt nicht nur am Sitzstaat, sondern auch daran, ob das jeweilige Fondsvehikel überhaupt als abkommensberechtigt gilt — eine Frage, die sich nicht in einer Tabellenzeile beantworten lässt. Wer den Satz seines Fonds wissen will, findet ihn nicht im Factsheet, sondern näherungsweise in der veröffentlichten Tracking Difference.

Was der Rechner nicht abbildet

Die Steuer auf Anlegerebene. Abgeltungsteuer, Teilfreistellung und Vorabpauschale kommen zu allem hier Gerechneten noch hinzu — sie stehen im Steuerrechner. Was bei einer direkt gehaltenen Auslandsaktie einbehalten und davon angerechnet wird, rechnet der Quellensteuer-Rechner: Dort ist die Steuer anrechenbar, hier im Fonds nicht. Ebenso wenig abgebildet sind Handelskosten des Fonds, Swap-Gebühren bei synthetischer Replikation und Kursschwankungen: Gerechnet wird mit gleichmäßiger Wertentwicklung.

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Die Systematik erklärt Fondsdomizil und Quellensteuer. Wie sich die Abweichung messen lässt, steht unter TER und Tracking Difference; was die Replikationsmethode damit zu tun hat, unter physisch oder synthetisch.

Wie dieser Rechner rechnet

Baustein Wie gerechnet wird
Leckage je Land Länderanteil mal Dividendenrendite mal Quellensteuersatz. Bei 65 % US-Anteil, 1,5 % Dividendenrendite und 15 % Quellensteuer sind das 0,146 % pro Jahr
Warum nicht anrechenbar Die Steuer zahlt der Fonds, nicht der Anleger. Seit der Investmentsteuerreform tritt an ihre Stelle pauschal die Teilfreistellung — die Leckage mindert schlicht die Wertentwicklung
Gegenposten Ertragsseitige Effekte wie Wertpapierleihe und Optimierung der Dividendenvereinnahmung werden gegengerechnet
Abweichung vom Index Kostenquote plus Leckage minus Gegenposten ergibt die erwartete Tracking Difference
Umrechnung in Euro Über die Haltedauer, weil Zehntelprozentpunkte pro Jahr sonst harmlos aussehen
Quellensteuersätze Eingaben, keine Annahmen des Kerns. Die beiden als Tatsache genannten Werte — 30 % gesetzlicher US-Satz, 15 % Abkommenssatz für Irland — stehen mit Fundstelle in den Jahreswerten
Rundung Gerechnet wird ungerundet, gerundet erst bei der Anzeige

Der Rechner erklärt damit eine dauerhafte Abweichung, keine Momentaufnahme. Kurzfristige Unterschiede zwischen Fonds und Index haben andere Ursachen — Bewertungszeitpunkte, Sampling, Währungsstichtage —, die sich über die Jahre ausgleichen. Die Quellensteuerleckage tut das nicht.

Hinweis

Modellrechnung mit gleichmäßiger Wertentwicklung, keine Prognose. Länderanteile und Dividendenrenditen schwanken, Abkommen werden geändert. Steuerliche Angaben betreffen Privatanleger in Deutschland und den aktuellen Rechtsstand. Dieser Rechner ist allgemeine Information und keine Steuer- oder Anlageberatung.

Häufige Fragen

Warum liegt mein ETF hinter dem Index?

Weil ein Index eine Rechengröße ohne Kosten und ohne Steuerpflicht ist, ein Fonds aber ein Rechtsträger mit Sitz in einem Staat. Er zahlt eine Kostenquote, und auf Dividenden aus dem Ausland behält der Quellenstaat etwas ein.

Beide Posten zusammen ergeben die Abweichung, die als Tracking Difference gemessen wird. Sie ist normalerweise positiv — ein Fonds, der den Index dauerhaft schlägt, ist die Ausnahme und hat dafür einen Grund.

Kann ich mir die Quellensteuer anrechnen lassen?

Bei einer direkt gehaltenen Auslandsaktie ja, bis zur Höhe des Abkommenssatzes. Bei einem Fonds nicht: Die Steuer hat der Fonds gezahlt, nicht du.

Seit der Investmentsteuerreform tritt an ihre Stelle pauschal die Teilfreistellung. Die Quellensteuer im Fondsvermögen ist damit endgültig verloren und mindert schlicht die Wertentwicklung.

Wie hoch ist der US-Einbehalt?

Gesetzlich 30 % auf Dividenden an Ausländer (26 U.S.C. § 871(a)(1)(A)). Über ein Doppelbesteuerungsabkommen kann er sinken.

Für ein irisches Fondsdomizil sieht das Abkommen mit den USA 15 % auf Streubesitzdividenden vor. Der Unterschied von fünfzehn Punkten wirkt auf jeden Dividendeneuro, jedes Jahr.

Wie groß ist der Effekt in Zahlen?

Er ist ein Produkt aus drei Faktoren: Länderanteil mal Dividendenrendite mal Quellensteuersatz. Bei 65 Prozent US-Anteil, 1,8 Prozent Dividendenrendite und 15 Prozent Einbehalt sind das 0,18 Prozentpunkte pro Jahr.

Das klingt nach nichts und liegt in der Größenordnung der Kostenquote. Über dreißig Jahre und 50.000 Euro summiert es sich auf einen fünfstelligen Betrag.

Sollte ich deshalb das Fondsdomizil wechseln?

Ein Wechsel ist steuerlich ein Verkauf und löst Abgeltungsteuer auf den gesamten Buchgewinn aus. Bei einem bestehenden Depot übersteigt das den Vorteil regelmäßig um ein Vielfaches.

Für neue Käufe ist das Domizil dagegen ein Auswahlkriterium wie die Kostenquote — nur eines, das in keinem Factsheet als Zahl steht.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen, gespeichert oder ausgewertet.