Anbieter · E-Rechnung
E-Rechnung erstellen
Von Philipp Busch Aktualisiert am § 14 UStG am 18.08.2026 an der Primärquelle geprüft; Listenpreise beider Anbieter vom 17.08.2026
Eine E-Rechnung ist kein besonderes PDF, sondern ein Datensatz — und er entsteht auf fünf Wegen, von denen drei nichts kosten. Welcher trägt, hängt daran, wie viele Rechnungen du im Monat schreibst; diese Seite rechnet die Grenze aus, statt gleich ein Produkt zu nennen.
Fünf Wege zur E-Rechnung
Alle fünf erzeugen eine Datei, die der Norm entspricht. Sie unterscheiden sich nicht im Ergebnis, sondern in dem, was um die Datei herum passiert — und genau daran entscheidet sich, welcher zu dir passt.
| Weg | Kosten | Für wen | Der Haken |
|---|---|---|---|
| XML von Hand schreiben | nichts | niemanden im laufenden Betrieb | Ein Tippfehler im Datensatz, und die Rechnung wird abgewiesen. |
| Kostenloser Erzeuger im Netz | nichts | einzelne Rechnungen im Jahr | Kein Nummernkreis, keine Ablage — beides musst du selbst führen. |
| Weberfassung des Bundes | nichts, aber mit Konto | Rechnungen an die Bundesverwaltung | Nur für öffentliche Auftraggeber, nicht für Geschäftskunden. |
| Rechnungsprogramm | ab 118,80 € im Jahr | laufende Rechnungen an Unternehmen | Monatliche Kosten, auch in Monaten ohne Rechnung. |
| Buchhaltungsprogramm | ab 262,80 € im Jahr | Umsatzsteuer und EÜR im eigenen Haus | Doppelt bezahlt, wenn eine Kanzlei dieselbe Arbeit macht. |
Der erste Weg steht der Vollständigkeit halber in der Tabelle. Er funktioniert — eine XRechnung ist eine Textdatei —, aber ein fehlendes Element oder ein falscher Steuerschlüssel führt zur Abweisung, und die Fehlermeldung nennt eine Feldnummer statt eines Satzes.
Die Wege zwei und drei sind der Regelfall für alle, die wenige Rechnungen schreiben. Den zweiten gibt es auf dieser Seite: der XRechnung-Generator erzeugt die Datei im Browser, ohne Konto und ohne Übertragung deiner Daten.
Was in jeder E-Rechnung stehen muss
Die Pflichtangaben nach § 14 Abs. 4 UStG ändern sich durch die Umstellung nicht: Namen und Anschriften beider Seiten, Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identnummer, Ausstellungsdatum, eine fortlaufende Nummer, Menge und Art der Leistung, Entgelt und Steuerbetrag. Was sich im Betrieb dagegen sehr wohl ändert — Ablauf, Archivierung, Absprachen mit Kunden —, steht unter Umstellung im Betrieb.
Neu ist der Ort. In einer Papierrechnung stehen diese Angaben in Zeilen, die ein Mensch liest; in einer E-Rechnung stehen sie in benannten Feldern, die eine Software liest. Die Norm nummeriert diese Felder — BT-1 ist die Rechnungsnummer, BT-112 der Bruttobetrag. Diese Nummern begegnen dir in jeder Fehlermeldung.
Zwei Angaben kommen im Behördenfall dazu. Die Leitweg-ID adressiert die Behörde — fehlt sie, wird die Rechnung abgewiesen, auch wenn sonst alles stimmt. Und häufig verlangt der Auftraggeber eine Bestellnummer. Beides steht in Feldern, die eine gewöhnliche Rechnungsvorlage gar nicht kennt; die Einzelheiten stehen unter Rechnungen an Behörden.
Ab wann sich ein Programm rechnet
Diese Rechnung fehlt in allen geprüften Suchergebnissen, und sie ist die einzige, die die Frage entscheidet. Sie hat zwei Annahmen, und beide stehen hier offen: Die Handarbeit kostet je Rechnung rund 8 Minuten mehr als der Weg über ein Programm, und die eigene Stunde ist 60 Euro wert.
| Rechnungen im Monat | Zeitaufwand im Jahr | Wert dieser Zeit | Günstiger ist |
|---|---|---|---|
| 3 | 4.8 Stunden | 288,00 € | das Programm |
| 5 | 8.0 Stunden | 480,00 € | das Programm |
| 10 | 16.0 Stunden | 960,00 € | das Programm |
| 20 | 32.0 Stunden | 1.920,00 € | das Programm |
Der Gleichstand liegt bei rund 2 Rechnungen im Monat. Das ist eine niedrige Schwelle, und sie überrascht viele — der Grund ist, dass Programmkosten von etwa zehn Euro im Monat gegen einen Stundensatz von 60 Euro antreten. Zehn Minuten gesparte Arbeit im Monat tragen die Ausgabe bereits.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens ist der Zeitgewinn nur echt, wenn du das Programm auch benutzt — wer weiter in der Textverarbeitung schreibt und nur die Datei erzeugt, spart nichts. Zweitens gilt die Rechnung nur für deinen Stundensatz; wer seine Zeit mit null bewertet, bleibt bei der Handarbeit richtig. Deinen eigenen Satz rechnest du im Stundensatzrechner aus.
Wenn du unter der Schwelle liegst
Dann brauchst du kein Programm, und diese Seite empfiehlt dir keines. Nimm den Generator, lege die erzeugte Datei geordnet ab und führe deinen Nummernkreis in einer einfachen Liste — fortlaufend, ohne Lücke, ohne doppelte Vergabe.
Ein Punkt verdient dabei mehr Aufmerksamkeit, als er üblicherweise bekommt: die Aufbewahrung. Aufzubewahren ist der strukturierte Datensatz über die gesetzliche Frist, nicht der Ausdruck. Eine Datei auf dem Schreibtischrechner ist dafür keine Ablage; sie gehört in eine Sicherung, die mehrere Jahre übersteht.
Welche kostenlosen Wege es sonst gibt und wo bei jedem die Grenze liegt, steht auf E-Rechnung kostenlos.
Wenn du darüber liegst
Dann geht es um die Stufe, nicht um die Marke. Beide hier geführten Anbieter geben XRechnung und ZUGFeRD aus; der Unterschied auf derselben Stufe liegt im Bereich weniger Euro im Monat. Was tatsächlich zählt, ist die Frage, ob du nur Rechnungen schreibst oder auch buchhaltest.
Bei sevDesk liegt die Rechnungsstufe bei 118,80 € im Jahr, bei Lexware Office die entsprechende Stufe bei 154,80 €. Beide Stufen enthalten den Nummernkreis, beide Formate und die Ablage — genau das, was der kostenlose Weg offenlässt.
Welche der beiden Stufen zu deinem Fall passt und was in der jeweils kleineren fehlt, steht auf den beiden Markenseiten: sevDesk und die E-Rechnung und Lexware Office und die E-Rechnung.
Die häufigsten Fehler beim Erstellen
Die Datei nachträglich von Hand ändern. Wer einen Betrag im Datensatz korrigiert und die Summe vergisst, erzeugt eine Rechnung, die der Empfänger nicht verbuchen kann. Erzeuge sie neu, statt sie zu reparieren — und prüfe sie im Prüfer, bevor sie hinausgeht.
Den Nummernkreis unterbrechen. Bei zwei Wegen nebeneinander — ein Teil aus dem Programm, ein Teil von Hand — entstehen Lücken oder doppelte Nummern. Führe die Nummern an einer Stelle.
Nur das PDF aufbewahren. Bei ZUGFeRD sind Sichtseite und Datensatz eine Datei, da ist es unproblematisch. Wer aber eine XRechnung ausdruckt und die XML-Datei löscht, hat seine Aufbewahrungspflicht nicht erfüllt.
Die Leitweg-ID vergessen. Der häufigste Grund, warum eine technisch einwandfreie Rechnung an eine Behörde zurückkommt. Der Prüfer meldet sie deshalb ausdrücklich, obwohl die Norm sie nicht in jedem Fall verlangt.
Häufige Fragen
Wie erstelle ich eine E-Rechnung ohne Software?
Über einen Erzeuger, der aus deinen Angaben eine gültige Datei baut. Auf dieser Seite steht dafür der XRechnung-Generator bereit; er arbeitet im Browser und überträgt nichts.
Was dabei nicht entsteht, ist ein Nummernkreis und eine Ablage. Beides musst du dann selbst führen — und beides ist Pflicht.
Kann ich ein PDF in eine E-Rechnung umwandeln?
Verlässlich nicht. Aus einer Seitendarstellung lässt sich zwar Text auslesen, aber nicht mit Sicherheit bestimmen, welche Zahl der Nettobetrag und welche der Steuerbetrag ist.
Werkzeuge, die das anbieten, raten anhand von Position und Schlagwörtern. Für eine Rechnung, die verbucht wird, ist das die falsche Grundlage — der Datensatz gehört bei der Erstellung erzeugt, nicht hinterher rekonstruiert.
Muss die E-Rechnung anders aussehen als bisher?
Aussehen ist bei der XRechnung gar kein Thema — sie ist ein reiner Datensatz ohne Layout. Bei ZUGFeRD bleibt die gewohnte Optik erhalten, der Datensatz steckt in der PDF.
Inhaltlich ändert sich nichts an den Pflichtangaben nach § 14 UStG. Sie stehen nur an anderer Stelle: in Feldern statt in Textzeilen.
Welches Format soll ich erzeugen?
An öffentliche Auftraggeber XRechnung. An Geschäftskunden meist ZUGFeRD, weil der Empfänger die Rechnung dann auch ansehen kann.
Beide erfüllen dieselbe Norm. Der Unterschied liegt allein darin, ob eine ansehbare Seite mitgeliefert wird.
Wie prüfe ich, ob meine E-Rechnung stimmt?
Mit dem Prüfer auf dieser Seite: Er zeigt die Pflichtfelder und rechnet die Summen nach, ohne dass die Datei dein Gerät verlässt.
Für Rechnungen an Behörden kommt die Prüfung des Eingangsportals dazu; sie erfolgt bei der Einreichung und meldet Abweichungen zurück.
Ab wann lohnt sich ein Programm?
Wenn die Zeit, die die Handarbeit zusätzlich kostet, teurer wird als das Programm. Bei 8 Minuten Mehraufwand je Rechnung und 60 Euro Stundensatz liegt der Gleichstand bei rund 2 Rechnungen im Monat.
Wer seine Zeit nicht bewertet, kommt zu einem anderen Ergebnis — dann ist die Handarbeit dauerhaft günstiger. Die Rechnung steht offen auf dieser Seite, damit du deine eigenen Werte einsetzen kannst.
Brauche ich als Kleinunternehmer eine E-Rechnung?
Annehmen musst du sie, das gilt für alle Unternehmer. Für die Ausstellung gibt es eine Erleichterung, und sie ändert die Auswahl erheblich.
Was genau gilt, steht im werbefreien Artikel zur Pflicht und unter Kleinunternehmerregelung.
Rechtsquellen
- § 14 Abs. 1 UStG Definition der elektronischen Rechnung — strukturiertes Format für Ausstellung, Übermittlung und Empfang Bundesministerium der Justiz
- § 14 Abs. 4 UStG Pflichtangaben einer Rechnung: Namen und Anschriften, Steuernummer oder USt-IdNr., Datum, fortlaufende Nummer, Menge und Art der Leistung, Entgelt und Steuerbetrag Bundesministerium der Justiz
Alle Verweise führen auf die amtliche Fassung und wurden am 18.08.2026 aufgerufen. Sie öffnen in einem neuen Tab.
Wie es weitergeht
Wenn du zuerst wissen willst, ob dich die Pflicht überhaupt trifft, steht das werbefrei unter E-Rechnung: wer sie annehmen muss. Wenn du zwischen den Formaten schwankst, hilft E-Rechnungsformate.
Und wenn du vor der Auswahl eines Programms stehst, führt der Weg über Software für E-Rechnungen.