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Rechner

Stundensatz und Umsatzbedarf

Zwei Wege zur selben Frage. Von unten: Was muss eine Stunde kosten, damit Kosten und Zielgewinn gedeckt sind? Von oben: Welcher Umsatz bleibt nach Steuern und Vorsorge als das Netto übrig, das du dir vorgenommen hast?

Der Mindeststundensatz

Gearbeitete Zeit, nicht abgerechnete
Prozent — der Rest ist Akquise, Buchhaltung, Leerlauf
Euro im Jahr: Büro, Geräte, Versicherung, Software
Euro im Jahr

Mindestsatz je Stunde

—

Abrechenbare Stunden im Jahr—
Davon nur für die Betriebskosten—
Aufschlag durch unbezahlte Zeit—
Ausfallzeiten

Ausgangspunkt sind 261 Werktage im Jahr — 365 Tage abzüglich der Wochenenden. Feiertage stehen getrennt, weil sie je Bundesland zwischen neun und dreizehn liegen.

Der nötige Umsatz

Euro im Jahr, nach Steuern und Vorsorge
Euro im Jahr, tatsächlicher Beitrag
Euro im Jahr: Versorgungswerk, Rürup, freiwillig gesetzlich
Prozent — 0 für Freiberufler nach § 18 EStG

Nötiger Umsatz je Monat

—

Umsatz im Jahr—
Gewinn vor Steuern—
Steuern insgesamt—
Von einem Euro Umsatz bleiben—
Nötige Stunden zum Mindestsatz—
Formel des Mindeststundensatzes: Betriebskosten plus Zielgewinn, geteilt durch die abrechenbaren Stunden des Jahres, ergeben den Satz je Stunde.
Der Zähler ist schnell gefüllt. Über die Höhe entscheidet der Nenner. CC BY 4.0

Die Zahl, auf die es ankommt

Der Mindestsatz reagiert auf keine Eingabe so stark wie auf den Anteil der abrechenbaren Zeit. Von 60 auf 40 Prozent gesenkt, steigt er um die Hälfte — während eine Verdopplung der Betriebskosten ihn meist nur um wenige Euro bewegt. Wer seinen Satz für zu hoch hält, sollte deshalb zuerst diese Quote prüfen und nicht die Kostenliste.

Beide Rechnungen treffen sich in der letzten Zeile: Der nötige Umsatz, geteilt durch den Mindestsatz, ergibt die Stundenzahl, die tatsächlich zu verkaufen ist. Liegt sie über den abrechenbaren Stunden des Jahres, geht die Rechnung nicht auf — dann ist entweder der Satz zu niedrig oder das Wunschnetto zu hoch. Wie die Kette im Einzelnen läuft, steht unter Stundensatz berechnen und Umsatz für dein Wunscheinkommen.

Wie dieser Rechner rechnet

Baustein Wie gerechnet wird
Arbeitstage Werktage im Jahr minus Urlaub, Krankheit und Feiertage
Fakturierbare Stunden Arbeitstage mal Stunden je Tag, davon der eingegebene fakturierbare Anteil — der Rest ist Akquise, Buchhaltung, Weiterbildung
Kostendeckender Satz Betriebskosten im Jahr geteilt durch die fakturierbaren Stunden
Mindestsatz Betriebskosten plus Zielgewinn, geteilt durch die fakturierbaren Stunden
Preis der unbezahlten Zeit Differenz zwischen dem Mindestsatz und dem Satz, der sich ergäbe, wenn jede Arbeitsstunde bezahlt würde — in der Regel der größte Posten
Rundung Gerechnet wird ungerundet, gerundet erst bei der Anzeige

Der Zielgewinn ist ein Gewinn vor Steuern und vor Vorsorge, kein Netto. Was davon übrig bleibt, rechnet der Steuerrücklagen-Rechner über den geprüften Einkommensteuertarif — mit den Progressionszonen, an denen jede Faustquote scheitert.

Hinweis

Allgemeine Berechnung ohne Würdigung des Einzelfalls: Freibeträge für Kinder, weitere Einkünfte, Verlustvorträge und außergewöhnliche Belastungen bleiben außen vor. Keine Steuerberatung im Sinne des Steuerberatungsgesetzes. Umsatzsteuer ist nicht enthalten — sie ist ein durchlaufender Posten und gehört nicht in den Umsatzbedarf, siehe Umsatzsteuervoranmeldung.

Häufige Fragen

Warum ist der berechnete Stundensatz höher als mein bisheriger?

Weil die Rechnung von den Stunden ausgeht, die tatsächlich bezahlt werden, und nicht von den gearbeiteten. Wer 40 Stunden in der Woche arbeitet, stellt selten mehr als 25 davon in Rechnung — der Rest ist Akquise, Buchhaltung, Fortbildung und Leerlauf.

Dieselben Jahreskosten verteilen sich damit auf deutlich weniger Stunden. Der Aufschlag, den der Rechner ausweist, beziffert genau diesen Unterschied.

Welche Abgaben stecken im Umsatzbedarf?

Einkommensteuer nach dem Tarif des Jahres 2026 (§ 32a Abs. 1 EStG), Solidaritätszuschlag mit Freigrenze und Milderungszone sowie auf Wunsch Gewerbesteuer mit dem Hebesatz der eigenen Gemeinde — samt der Anrechnung auf die Einkommensteuer nach § 35 EStG.

Kranken-, Pflege- und Altersvorsorge gehen als eingetragene Jahresbeträge ein und nicht als gerechnete Beiträge. Sie hängen von Kasse, Tarif und Versorgungswerk ab; ein fest verdrahteter Satz wäre für die meisten falsch.

Warum ist der Umsatz so viel höher als das Wunschnetto?

Zwischen beiden liegen drei Blöcke: die Betriebskosten, die vom Umsatz abgehen, bevor ein Gewinn entsteht; die Vorsorge, die vom Gewinn abgeht; und die Steuer auf das, was dann noch übrig ist.

Der Rechner weist die Abgabenquote deshalb getrennt aus. Sie zeigt, welcher Anteil eines Euros Umsatz nicht privat verfügbar wird.

Gilt die Rechnung auch für Freiberufler?

Ja. Freiberufler nach § 18 EStG unterliegen nicht der Gewerbesteuer — dafür wird der Hebesatz auf null gesetzt, was auch die Vorbelegung ist.

Alles Übrige gilt unverändert: Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und die Trennung zwischen gearbeiteter und abrechenbarer Zeit.

Ist das eine Steuerberatung?

Nein. Der Rechner führt eine allgemeine Berechnung aus und würdigt keinen Einzelfall. Freibeträge für Kinder, Verlustvorträge, außergewöhnliche Belastungen und weitere Einkünfte bleiben außen vor.

Für die Steuererklärung und die Beurteilung des eigenen Falls ist der steuerberatende Beruf zuständig.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen, gespeichert oder ausgewertet.