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Aktien-Rechner

Was von einem Aktienkauf übrig bleibt, wenn Ordergebühren, Dividenden und die Steuer abgezogen sind — und welche Rendite pro Jahr daraus wird.

Was du beim Kauf bezahlt hast
Aktueller oder geplanter Kurs
Ganze Stücke
Volle Jahre zwischen Kauf und Verkauf

Gewinn nach Steuern

2.870,41 €

Einsatz5.010,00 €
Erlös nach Verkaufsgebühr7.490,00 €
Kursgewinn2.480,00 €
Dividenden brutto828,84 €
Steuer gesamt438,44 €
Effektive Steuerquote13,25 %
Gesamtrendite57,29 %
Rendite pro Jahr9,48 %
Break-even-Kurs50,20 €
… mit Dividenden gegengerechnet41,91 €
Gebühren, Dividenden und Steuern
Einmalig, nicht je Aktie
Einmalig, nicht je Aktie
Brutto, im ersten Jahr. 0 = kein Dividendenwert
Jährliche Erhöhung der Ausschüttung. 0 = bleibt konstant
Nach § 20 InvStG, nur für Fondsanteile
Auf die Abgeltungsteuer erhoben
Anteil je Jahr. 0, wenn er schon durch andere Erträge ausgeschöpft ist
§ 20 Abs. 9 Satz 2 EStG

Der Kursverlauf zwischen Kauf und Verkauf ist nicht bekannt — die Grafik unterstellt dafür einen gleichmäßigen Verlauf. Auf das Ergebnis wirkt sich das nicht aus: Gewinn und Steuer hängen ausschließlich am Kauf- und am Verkaufskurs. Die Reihe „Gesamtergebnis" endet exakt auf dem Gewinn nach Steuern.

Beispielrechnung: 100 Aktien zu 50,00 €

Die Werte, mit denen der Rechner startet, sind zugleich die Beispielrechnung dieser Seite: 100 Aktien zu 50,00 € gekauft, je 10,00 € Ordergebühr beim Kauf und beim Verkauf, nach 5 Jahren zu 75,00 € verkauft, mit 1,50 € Dividende je Aktie und Jahr.

Der Einsatz beträgt damit 5.010,00 €, der Erlös nach Verkaufsgebühr 7.490,00 €. Das ergibt 2.480,00 € Kursgewinn, dazu 828,84 € Dividenden über die Haltedauer — zusammen 3.308,84 € brutto. Nach 438,44 € Steuer bleiben 2.870,41 €.

Zwei Zahlen daraus sind es wert, getrennt betrachtet zu werden. Die effektive Steuerquote liegt bei 13,25 % und damit unter den nominalen 26,375 % — der Grund ist der jährliche Sparerpauschbetrag. Und die Gesamtrendite von 57,29 % entspricht 9,48 % pro Jahr, nicht einem Fünftel davon.

Die Jahre einzeln: wo der Pauschbetrag wirkt

Der Sparerpauschbetrag gilt je Kalenderjahr und wird nicht vorgetragen. Wer ihn in einem Jahr nicht nutzt, verliert ihn. Für eine Position mit laufender Dividende heißt das: In jedem Jahr der Haltedauer steht er neu zur Verfügung, und die Steuer fällt dort an, wo der Ertrag zufließt.

Jahr Dividende je Aktie Dividende gesamt Kursgewinn Pauschbetrag genutzt Steuer
1 1,50 € 150,00 € — 150,00 € 0,00 €
2 1,58 € 157,50 € — 157,50 € 0,00 €
3 1,65 € 165,38 € — 165,38 € 0,00 €
4 1,74 € 173,64 € — 173,64 € 0,00 €
5 1,82 € 182,33 € 2.480,00 € 1.000,00 € 438,44 €

Der Unterschied ist keine Kleinigkeit: Dieselbe Position ohne verfügbaren Pauschbetrag — weil er etwa schon durch Zinsen ausgeschöpft ist — kostet 872,71 € Steuer statt 438,44 €. Das sind 434,27 € allein aus einem Freibetrag, den viele Aktienrechner genau einmal ansetzen statt einmal je Jahr. Wie weit er im eigenen Fall reicht, zeigt der Freibetragsrechner.

Warum die Rendite pro Jahr die ehrlichere Zahl ist

„57,29 % Gewinn" ist eine Aussage ohne Zeitangabe und damit keine Aussage über eine Anlage. Erst die Haltedauer macht daraus eine vergleichbare Größe.

In der Vorgaberechnung stehen 57,29 % über 5 Jahre — das sind 9,48 % pro Jahr. Dieselbe Position über Jahre gehalten käme wegen der zusätzlichen Dividenden zwar auf 78,14 % insgesamt, aber nur auf 5,94 % pro Jahr. Der Gesamtwert steigt, die Rendite fällt — und genau diese Unterscheidung geht verloren, wo nur ein ROI ausgegeben wird.

Gerechnet wird geometrisch: Die Rendite pro Jahr ist der gleichbleibende Satz, der vom Einsatz zum Endwert führt, also die n-te Wurzel aus (Endwert ÷ Einsatz) minus eins. Die naheliegende Alternative — Gesamtrendite geteilt durch die Jahre — liegt systematisch zu hoch, weil sie unterstellt, der Ertrag jedes Jahres arbeite nicht weiter.

Der Break-even-Kurs

Der Break-even ist der Verkaufskurs, bei dem der Kursteil der Position bei null steht: Einsatz und beide Ordergebühren wieder eingespielt. Er liegt deshalb immer über dem Kaufkurs — in der Vorgaberechnung bei 50,20 € statt 50,00 €. Der Abstand ist genau die Summe beider Gebühren, verteilt auf die Stückzahl: bei 20,00 € auf 100 Stück sind das 0,20 € je Aktie. Steuer spielt hier keine Rolle: Bei null Gewinn fällt keine an.

Darunter steht eine zweite Zahl, die eine andere Frage beantwortet. Rechnet man die bereits vereinnahmten Dividenden nach Steuern gegen, sinkt die Schwelle auf 41,91 € — und liegt damit unter dem Kaufkurs. Das ist kein Widerspruch, sondern eine andere Frage: nicht „ab wann ist der Kurs wieder da, wo er war", sondern „ab wann habe ich mit dieser Position insgesamt kein Geld verloren". Wer über 5 Jahre 828,84 € ausgeschüttet bekommen hat, steht auch bei einem gefallenen Kurs noch bei null.

Für die Beurteilung eines Verkaufs ist die erste Zahl die maßgebliche — die Dividenden sind zu diesem Zeitpunkt bereits geflossen und versteuert, sie stehen nicht mehr zur Disposition. Die zweite Zahl ist eine Rückschau auf die Gesamtposition. Ohne Dividende fallen beide zusammen.

Dividenden über die Haltedauer

Dividenden sind kein Bonus obendrauf, sondern Teil der Rendite — und sie werden anders besteuert als der Kursgewinn, weil sie früher zufließen. Mit den Vorgabewerten tragen sie 828,84 € zum Bruttogewinn bei; ohne sie läge der Nettogewinn bei 2.089,65 € statt 2.870,41 €.

Eine über die gesamte Haltedauer eingefrorene Dividende wäre dabei die unrealistischste Annahme von allen — Unternehmen erhöhen ihre Ausschüttung typischerweise mit dem Gewinn, und für manche ist die ununterbrochene Erhöhung selbst Teil der Aussage gegenüber den Aktionären. Deshalb hat der Rechner ein Feld für das jährliche Wachstum. In der Vorgaberechnung steigt die Dividende um 5 % pro Jahr, von 1,50 € auf 1,82 € je Aktie. Über die 5 Jahre macht das 78,84 € mehr aus als eine konstante Ausschüttung — bei längeren Haltedauern wird daraus der größere Teil des Dividendenertrags.

Was das Wachstum nicht ist: eine Zusage. Dividenden werden jedes Jahr neu beschlossen und können gekürzt oder gestrichen werden, gerade dann, wenn es dem Unternehmen schlecht geht. Der Rechner unterstellt hier eine gleichmäßige Erhöhung, weil sich anders nicht rechnen lässt — nicht, weil sie sicher wäre. Worauf sich eine Erwartung stützen lässt, behandelt Ausschüttungsquote richtig lesen: Eine Dividende, die dauerhaft mehr ausschüttet als verdient wird, wächst nicht weiter. Warum eine lange Historie ununterbrochener Erhöhungen für sich genommen noch kein Auswahlkriterium ist, steht in Dividendenaristokraten im Blick.

Zwei Dinge bildet der Rechner dabei bewusst nicht ab. Erstens den Dividendenabschlag: Am Ex-Tag sinkt der Kurs um ungefähr die Ausschüttung — die Dividende ist keine Zusatzrendite, sondern eine Umschichtung vom Kurs aufs Verrechnungskonto. Warum das so ist, steht in Ex-Tag und Dividendenabschlag. Zweitens die ausländische Quellensteuer, die bei Auslandsdividenden vor der deutschen Steuer einbehalten wird; dafür gibt es den Quellensteuer-Rechner und den Artikel Quellensteuer auf Auslandsdividenden.

Wer die Dividendenrendite als Kennzahl einordnen will statt sie nur einzusetzen — und daneben KGV, KBV und Ausschüttungsquote mitrechnen möchte, wofür es den Kennzahlenrechner gibt —, findet die Fallstricke in Dividendenrendite berechnen und deuten — insbesondere den, dass eine steigende Dividendenrendite oft nur bedeutet, dass der Kurs gefallen ist.

Was das Finanzamt vom Gewinn nimmt

Auf Kapitalerträge fallen 25 % Abgeltungsteuer an, dazu 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer — zusammen 26,375 %. Kommt Kirchensteuer hinzu, sind es nicht schlicht 25 % plus Kirchensteuer: Die Kirchensteuer mindert die Abgeltungsteuer ihrerseits, weshalb das Gesetz die Formel e ÷ (4 + k) vorschreibt. Bei 9 % Kirchensteuer liegt die Gesamtbelastung dadurch bei rund 27,8 % statt bei 28,6 %.

Vor der Steuer stehen zwei Abzüge, in dieser Reihenfolge: die Teilfreistellung — nur für Fondsanteile, bei einer Einzelaktie null — und der Sparerpauschbetrag. Beide sind im Rechner einstellbar.

Rechtsquellen

  • § 32d Abs. 1 EStG Gesonderter Steuertarif für Einkünfte aus Kapitalvermögen; Satz 3 enthält die Formel e ÷ (4 + k) bei Kirchensteuerpflicht Bundesministerium der Justiz
  • § 20 Abs. 9 EStG Sparerpauschbetrag von 1.000 € je Person und Jahr, 2.000 € bei Zusammenveranlagung Bundesministerium der Justiz
  • § 20 Abs. 6 EStG Verlustverrechnung bei Kapitalerträgen; Satz 4 beschränkt Aktienverluste auf Aktiengewinne Bundesministerium der Justiz
  • § 20 InvStG Teilfreistellungssätze für Investmentanteile im Privatvermögen Bundesministerium der Justiz

Alle Verweise führen auf die amtliche Fassung und wurden am 13.08.2026 aufgerufen. Sie öffnen in einem neuen Tab. Nicht abgedeckt: die Günstigerprüfung nach § 32d Abs. 6 EStG und die Vorabpauschale nach § 18 InvStG — beide bildet dieser Rechner nicht ab.

Gebühren: der Abzug vor allen anderen

Ordergebühren wirken doppelt — beim Kauf erhöhen sie den Einsatz, beim Verkauf mindern sie den Erlös. Nach den Vorgabewerten sind das zusammen 20,00 € auf einen Einsatz von 5.010,00 €, also 0,40 %. Das klingt wenig und ist es bei dieser Positionsgröße auch.

Entscheidend wird der Posten bei kleinen Orders: Dieselben 20,00 € auf eine Position von 500 € sind vier Prozent, die der Kurs erst wieder aufholen muss. Steuerlich sind sie immerhin nicht verloren — sie gehören nach § 20 Abs. 4 Satz 1 EStG zu den Anschaffungskosten beziehungsweise mindern den Veräußerungserlös und damit den steuerpflichtigen Gewinn. Was Sparplanausführungen bei einem Broker kosten, rechnet der Sparplankosten-Rechner.

Was der Rechner nicht entscheidet

Er rechnet eine Position durch, die du ihm vorgibst. Er sagt nicht, ob sie eine gute Idee war oder ist — dafür fehlt ihm alles, was eine Aktie ausmacht: Geschäftsmodell, Bewertung, Verschuldung, Wettbewerb. Welche Kennzahlen dabei helfen und warum keine von ihnen allein trägt, steht in Kennzahlen zur Aktienbewertung.

Ebenso wenig beantwortet er die vorgelagerte Frage, ob Einzelaktien überhaupt der richtige Weg sind. Die Rechnung hier gilt für eine Position; das Risiko einer einzelnen Aktie lässt sich nicht in eine Renditezahl fassen. Die Abwägung führt Einzelaktien oder ETF?.

Und er rechnet mit vollen Jahren. Wer nach acht Monaten verkauft, bekommt hier keine exakte Zahl — die Steuer stimmt, die Annualisierung nicht. Für Zahlungsreihen mit echten Daten ist eine Renditerechnung über den internen Zinsfuß das passende Werkzeug.

Aufbau des Nettogewinns einer Aktienposition: Vom Verkaufserlös gehen der Einsatz und beide Ordergebühren ab, die Dividenden der Haltedauer kommen hinzu, davon geht die Steuer ab; übrig bleibt der Gewinn nach Steuern.
Der Gewinn steht erst fest, wenn Gebühren, Dividenden und die Steuer jedes einzelnen Jahres verrechnet sind. CC BY 4.0

Wie dieser Rechner rechnet

Gerechnet wird ein Durchlauf über die Haltedauer, Jahr für Jahr. In jedem Jahr fließt die Dividende und wird gegen den in diesem Jahr noch freien Sparerpauschbetrag gerechnet; im letzten Jahr kommt der Kursgewinn hinzu. Eine geschlossene Formel gibt es dafür nicht, weil der Pauschbetrag je Jahr gilt und nicht vorgetragen wird.

Baustein Wie gerechnet wird
Einsatz Kaufkurs × Stück + Ordergebühr des Kaufs
Erlös Verkaufskurs × Stück − Ordergebühr des Verkaufs
Bruttogewinn Erlös − Einsatz + alle Dividenden der Haltedauer, brutto
Dividende Der eingegebene Betrag gilt für das erste Jahr; danach steigt er mit dem angegebenen Wachstum, also Dividende × (1 + g) hoch (Jahr − 1)
Steuer Je Ertrag: erst Teilfreistellung, dann Sparerpauschbetrag, dann Abgeltungsteuer. Mit Kirchensteuer gilt e ÷ (4 + k) nach § 32d Abs. 1 Satz 3 EStG, sonst 25 %; darauf Soli und Kirchensteuer
Pauschbetrag In jedem Jahr neu, zuerst gegen die Dividende, der Rest gegen den Kursgewinn des Verkaufsjahres
Verlust Steuer null, keine Erstattung. Verlustverrechnung über mehrere Papiere bildet der Rechner nicht ab
Rendite pro Jahr Geometrisch: (Endwert ÷ Einsatz) hoch 1/n minus eins, mit n in Jahren. Bei Totalverlust −100 %
Break-even (Einsatz + Verkaufsgebühr) ÷ Stück — der Kurs, bei dem der Kursgewinn null ist und damit auch die Steuer darauf. Liegt immer über dem Kaufkurs
Break-even mit Dividenden Numerisch über Intervallhalbierung — der Verkaufskurs, bei dem der Nettogewinn einschließlich aller Dividenden null ist. Eine geschlossene Form gibt es nicht, weil der Pauschbetrag die Steuer nach unten deckelt
Kursverlauf in der Grafik Geometrisch interpoliert zwischen Kauf- und Verkaufskurs — eine Annahme für die Darstellung. Auf keine Ergebniszahl wirkt sie sich aus
Rundung Gerechnet wird ungerundet, gerundet wird erst bei der Anzeige auf zwei Nachkommastellen
Stand der Steuerwerte

Sätze und Freibeträge nach dem Stand Juli 2026. Sie gelten für Privatanleger in Deutschland und für Anteile im Privatvermögen.

Hinweis

Modellrechnung mit gleichbleibender Dividende und vollen Jahren. Keine Prognose, keine Anlage- oder Steuerberatung. Der Rechner bildet weder Verlusttöpfe über mehrere Papiere noch die Günstigerprüfung noch die Vorabpauschale bei Fondsanteilen ab.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Gewinn aus einem Aktienverkauf?

Der Bruttogewinn ist der Verkaufserlös minus dem Einsatz: (Verkaufskurs × Stück − Verkaufsgebühr) − (Kaufkurs × Stück + Kaufgebühr). Dividenden, die während der Haltedauer geflossen sind, kommen hinzu.

Vom Bruttogewinn geht die Steuer ab. Sie fällt aber nicht auf die Summe an, sondern in jedem Jahr auf das, was in diesem Jahr zugeflossen ist — deshalb rechnet dieser Rechner die Haltedauer Jahr für Jahr durch.

Wie viel Steuern zahle ich auf Aktiengewinne?

Auf Kapitalerträge fallen 25 % Abgeltungsteuer nach § 32d Abs. 1 EStG an, dazu 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer selbst — zusammen 26,375 %. Wer kirchensteuerpflichtig ist, zahlt mehr, allerdings nicht einfach 25 % plus Kirchensteuer: Die Kirchensteuer mindert ihrerseits die Abgeltungsteuer, weshalb § 32d Abs. 1 Satz 3 EStG die Formel e ÷ (4 + k) vorgibt.

Vor der Steuer steht der Sparerpauschbetrag von 1.000 € je Person und Jahr. Er gilt für alle Kapitalerträge zusammen — wer ihn bereits durch Zinsen oder andere Verkäufe ausgeschöpft hat, kann ihn hier nicht ein zweites Mal ansetzen. Genau dafür gibt es im Rechner das Feld „noch verfügbar".

Warum ist die Rendite pro Jahr niedriger als mein Gesamtgewinn in Prozent?

Weil sie die Zeit einrechnet. 50 % Gesamtgewinn sind über fünf Jahre etwas völlig anderes als über zwanzig — die Prozentzahl ist dieselbe, das Ergebnis nicht.

Die Rendite pro Jahr ist der gleichbleibende Jahressatz, der zum selben Endwert führt. Sie wird geometrisch gerechnet, nicht durch Teilen: Gesamtgewinn geteilt durch Jahre wäre zu hoch, weil dabei der Zinseszins unterschlagen wird.

Was ist der Break-even-Kurs?

Der Verkaufskurs, bei dem der Kursteil der Position bei null steht: Einsatz und beide Ordergebühren wieder eingespielt. Er liegt immer über dem Kaufkurs, und zwar genau um die Gebühren geteilt durch die Stückzahl. Steuer spielt dabei keine Rolle — bei null Gewinn fällt keine an.

Die zweite ausgewiesene Zahl rechnet zusätzlich die bereits vereinnahmten Dividenden nach Steuern gegen. Sie liegt bei einem Dividendenwert unter dem Kaufkurs und beantwortet eine andere Frage: nicht „ab wann ist der Kurs wieder da, wo er war", sondern „ab wann habe ich mit dieser Position insgesamt kein Geld verloren".

Rechnet der Rechner mit steigenden Dividenden?

Ja. Der eingegebene Betrag gilt für das erste Jahr, danach steigt die Ausschüttung um das angegebene Wachstum. Eine über zwanzig Jahre eingefrorene Dividende wäre die unrealistischste Annahme von allen — bei langen Haltedauern macht das Wachstum den größeren Teil des Dividendenertrags aus.

Eine Zusage ist das nicht: Dividenden werden jedes Jahr neu beschlossen und können gekürzt werden. Wer das Wachstum auf 0 stellt, rechnet mit konstanter Ausschüttung. Worauf sich eine Erwartung stützen lässt, steht in Ausschüttungsquote richtig lesen.

Kann ich den Rechner auch für ETF-Anteile nutzen?

Ja, mit einer Einschränkung. Stelle unter „Steuern" die Teilfreistellung auf die Fondsart ein — bei einem Aktien-ETF sind das 30 % nach § 20 InvStG. Ohne diese Angabe rechnet der Rechner wie für eine Einzelaktie, also ohne Teilfreistellung.

Nicht abgebildet ist die Vorabpauschale, die bei thesaurierenden Fonds während der Haltedauer anfällt und den späteren Veräußerungsgewinn mindert. Wer sie braucht, nimmt den ETF-Sparplanrechner.

Was passiert steuerlich bei einem Verlust?

Der Rechner weist ihn aus und setzt die Steuer auf null — er täuscht keine Erstattung vor. Ein Verlust aus Aktienverkäufen wandert beim Broker in einen eigenen Verlusttopf und lässt sich nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnen, nicht mit Zinsen oder Dividenden (§ 20 Abs. 6 Satz 4 EStG).

Ob und wann sich der Verlust auswirkt, hängt damit an anderen Papieren desselben oder späterer Jahre. Die Systematik steht in Verlusttöpfe verstehen.

Berücksichtigt der Rechner die Günstigerprüfung?

Nein, bewusst nicht. Sie hängt am zu versteuernden Einkommen und damit an einer Angabe, die für eine einzelne Aktienposition nichts zu suchen hat.

Wer wissen will, ob der persönliche Steuersatz unter dem Abgeltungsteuersatz liegt, nimmt den Steuerrechner für Kapitalerträge. Die Voraussetzungen erklärt Günstigerprüfung.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen, gespeichert oder ausgewertet.