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Rechner

Kurs-Gewinn-Verhältnis und weitere Kennzahlen

KGV, KUV, KBV, PEG, Gewinnrendite und Ausschüttungsquote aus einer Eingabe — und die Zusammenhänge zwischen ihnen, die aus einer Verhältniszahl erst eine Aussage machen.

Aktueller Börsenkurs
Letztes Geschäftsjahr, aus dem Geschäftsbericht
0, wenn unbekannt
Eigenkapital geteilt durch Aktienzahl
Deine Annahme, für PEG und Hineinwachsen
0, wenn keine gezahlt wird

Kurs-Gewinn-Verhältnis

20,0

Gewinnrendite5,00 %
Kurs-Umsatz-Verhältnis2,00
Kurs-Buchwert-Verhältnis3,00
PEG-Verhältnis2,50
Dividendenrendite2,00 %
Ausschüttungsquote40,00 %
Jahre bis KGV 153,7
Referenzwert für das Hineinwachsen
Frei gewählter Vergleichswert, keine Empfehlung. Er beantwortet die Frage: Wie lange bräuchte der Gewinn, um bei gleichem Kurs auf dieses Niveau zu kommen?

Beispielrechnung

Die Vorgabewerte sind ein Rechenbeispiel, kein reales Unternehmen: Kurs 120,00 €, Gewinn 6,00 € je Aktie, Umsatz 60,00 €, Buchwert 40,00 €, Dividende 2,40 €, erwartetes Wachstum 8 % pro Jahr.

Daraus ergeben sich ein KGV von 20,0, ein KUV von 2,00, ein KBV von 3,00 und ein PEG von 2,50. Die Gewinnrendite liegt bei 5,00 %, die Dividendenrendite bei 2,00 %, die Ausschüttungsquote bei 40,00 %.

Jede dieser Zahlen entsteht aus einer Division. Der Aufwand liegt nicht im Rechnen — er liegt darin, zu wissen, was sie aussagen und wo sie in die Irre führen.

Das KGV und sein Nenner

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis sagt, das Wievielfache des Jahresgewinns der Markt für eine Aktie zahlt. Bei 20,0 braucht das Unternehmen bei gleichbleibendem Gewinn 20 Jahre, um den heutigen Kurs zu verdienen.

Der Zähler ist unstrittig — der Kurs steht an der Börse. Die Schwierigkeit steckt im Nenner: Welcher Gewinn? Der des letzten Geschäftsjahres, der erwartete des laufenden, der um Sondereffekte bereinigte? Jede Wahl ergibt ein anderes KGV, und zwischen dem historischen und dem erwarteten liegen bei einem wachsenden Unternehmen leicht dreißig Prozent.

Deshalb ist die erste Frage bei jedem gefundenen KGV nicht „ist das viel?", sondern „worauf bezieht es sich?". Ein Vergleich zweier Unternehmen mit unterschiedlich definierten Nennern misst nichts. Die Fallstricke im Einzelnen behandelt Kennzahlen zur Aktienbewertung.

Umgekehrt zeigt der Rechner, wie empfindlich die Kennzahl auf den Nenner reagiert: Halbiert sich der Gewinn je Aktie auf 3,00 € bei unverändertem Kurs, steigt das KGV von 20,0 auf 40,0 — die Aktie ist über Nacht doppelt so teuer bewertet, ohne dass sich der Kurs bewegt hat.

Die Gewinnrendite: dasselbe, nur handhabbar

Die Gewinnrendite ist der Kehrwert des KGV — Gewinn je Aktie geteilt durch den Kurs. Im Beispiel entspricht das KGV von 20,0 einer Gewinnrendite von 5,00 %.

Dieselbe Information, aber in einer Einheit, mit der sich vergleichen lässt: 5,00 % lassen sich unmittelbar gegen eine Anleiherendite oder einen Festgeldzins halten, ein KGV von 20,0 nicht. Genau deshalb sprechen manche Anleger lieber von der Gewinnrendite.

Ein Vorbehalt gehört dazu: Der Gewinn fließt dem Aktionär nicht zu. Ausgeschüttet wird nur der Teil, den die Hauptversammlung beschließt — im Beispiel 40,00 % davon. Der Rest bleibt im Unternehmen und soll dort mehr wert sein als in der Hand des Anlegers. Ob das aufgeht, entscheidet sich am Geschäft, nicht an der Kennzahl. Der Zinsvergleich hinkt insofern; für die tatsächliche Zinsseite gibt es den Zins- und Anleihenrechner.

KUV und KBV: wenn der Gewinn nichts hergibt

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis setzt den Kurs zum Umsatz je Aktie ins Verhältnis — im Beispiel 2,00. Es ist dort brauchbar, wo es keinen Gewinn gibt: bei jungen Unternehmen, in Verlustjahren, in zyklischen Tiefpunkten. Was es nicht kann: etwas über die Marge sagen. Zwei Unternehmen mit demselben KUV können völlig verschieden profitabel sein.

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis vergleicht den Kurs mit dem bilanziellen Eigenkapital je Aktie — hier 3,00. Es war einmal die zentrale Kennzahl und hat an Aussagekraft verloren, weil der Buchwert immaterielle Werte kaum erfasst: Marken, Software, Patente, Kundenbeziehungen stehen in keiner Bilanz, wenn sie selbst geschaffen wurden. Bei einem Softwareunternehmen misst das KBV deshalb wenig, bei einer Bank oder einem Immobilienbestandshalter viel.

Beide Kennzahlen bleiben auch dann definiert, wenn das KGV es nicht ist — sie hängen nicht am Gewinn. Genau das ist ihr Zweck.

PEG: die Bewertung gegen das Wachstum

Das PEG teilt das KGV durch das erwartete Gewinnwachstum in Prozent. Hier ergibt 20,0 geteilt durch 8 ein PEG von 2,50. Die Idee dahinter: Ein hohes KGV ist gerechtfertigt, wenn der Gewinn schnell wächst — die Kennzahl macht beides in einer Zahl vergleichbar.

Ihre Schwäche steckt in derselben Zahl. Das Wachstum ist eine Schätzung über die Zukunft und damit die unsicherste Größe der ganzen Rechnung; das KGV dagegen steht fest. Wer die Wachstumsannahme um zwei Punkte verändert, bewegt das PEG um ein Viertel. Eine Kennzahl, die zu großen Teilen aus einer Annahme besteht, trägt keine Entscheidung allein.

Bei schrumpfendem oder unbekanntem Gewinnwachstum ist das PEG nicht definiert — der Rechner zeigt dann einen Strich, statt eine negative Zahl auszugeben, die niemand deuten kann.

Ins Bewertungsniveau hineinwachsen

Eine Rechnung, die das abstrakte KGV greifbar macht: Wie lange bräuchte der Gewinn beim angenommenen Wachstum, bis das KGV bei unverändertem Kurs auf einen Referenzwert fiele?

Im Beispiel sind das 3,7 Jahre bis zu einem KGV von 15. Anders gesagt: Der heutige Kurs enthält rund 4 Jahre Wachstum im Voraus. Bleibt das Wachstum aus, ist die Aktie nicht plötzlich teuer geworden — sie war es bereits, es hat sich nur herausgestellt.

Der Referenzwert ist frei wählbar und ausdrücklich keine Empfehlung. Er dient dazu, die eigene Erwartung zu prüfen: Wer ein hohes KGV akzeptiert, kauft eine Wachstumsannahme mit. Diese Rechnung zeigt, wie lange sie tragen muss.

Dividendenrendite und Ausschüttungsquote

Die Dividendenrendite ist Dividende je Aktie geteilt durch den Kurs — im Beispiel 2,00 %. Sie hat eine unangenehme Eigenschaft: Sie steigt, wenn der Kurs fällt. Eine auffällig hohe Dividendenrendite ist deshalb häufiger ein Zeichen für einen gefallenen Kurs als für eine großzügige Ausschüttung. Die Mechanik dahinter erklärt Dividendenrendite berechnen und deuten.

Die Ausschüttungsquote ist die aussagekräftigere Größe: Sie setzt die Dividende zum Gewinn ins Verhältnis und sagt damit, wie viel Luft noch da ist. Hier sind es 40,00 % — es bleibt also Spielraum. Über 100 % wird mehr ausgeschüttet als verdient; das geht ein Jahr, aber nicht dauerhaft.

Was eine Dividende über die Jahre einbringt, rechnet der Aktienrechner; einen laufenden Sparplan auf einen Dividendenwert der Aktiensparplan-Rechner.

Zusammenhang der Bewertungskennzahlen: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis lässt sich als Gewinnrendite umkehren, durch das erwartete Wachstum zum PEG relativieren und über die Ausschüttungsquote mit der Dividende verbinden.
Eine Verhältniszahl allein sagt nichts. Erst die Beziehungen zwischen den Kennzahlen ergeben eine Aussage. CC BY 4.0

Woran du eine Kennzahl einordnest

Viele KGV-Rechner liefern eine Einschätzung mit — „günstig", „teuer", „Branchendurchschnitt 18". Das tut dieser bewusst nicht, aus zwei Gründen.

Der erste ist sachlich: Ein Branchendurchschnitt ist eine Marktzahl. Sie müsste aus einer belegbaren Quelle stammen, mit Stichtag und Abgrenzung — welche Unternehmen zählen zur Branche, welcher Gewinn liegt zugrunde, wie wird gewichtet? Eine Tabelle ohne diese Angaben wäre eine erfundene Zahl, und erfundene Marktdaten schließt der Standard dieser Seite aus.

Der zweite ist inhaltlich: Ein Zielwert verführt zu genau dem Fehler, vor dem jede seriöse Darstellung warnt — ein Screening über alle Branchen nach dem niedrigsten KGV liefert keine günstigen Aktien, sondern die Branchen mit dem strukturell niedrigsten Niveau. Zyklische Werte sind am Gewinnhöhepunkt optisch am billigsten und genau dann am gefährlichsten.

Was stattdessen trägt: derselbe Sektor, mehrere Jahre, bereinigt um Einmaleffekte, mit Blick auf die Aktienzahl — und die Frage, ob das Geschäftsmodell verstanden ist. Der Rahmen dafür steht in Kennzahlen zur Aktienbewertung. Ob Einzelwerte überhaupt der richtige Weg sind, behandelt Einzelaktien oder ETF?.

Wie dieser Rechner rechnet

Kennzahl Formel Nicht definiert, wenn
KGV Kurs ÷ Gewinn je Aktie Gewinn null oder negativ
Gewinnrendite Gewinn je Aktie ÷ Kurs, also 1 ÷ KGV wie beim KGV
KUV Kurs ÷ Umsatz je Aktie Umsatz nicht angegeben
KBV Kurs ÷ Buchwert je Aktie Eigenkapital negativ oder nicht angegeben
PEG KGV ÷ Wachstum in Prozent Wachstum null oder negativ
Dividendenrendite Dividende je Aktie ÷ Kurs keine Dividende
Ausschüttungsquote Dividende je Aktie ÷ Gewinn je Aktie kein Gewinn oder keine Dividende
Jahre bis Referenz-KGV ln(KGV ÷ Referenz) ÷ ln(1 + Wachstum) kein KGV oder kein positives Wachstum

Alle Angaben beziehen sich auf eine Aktie. Wer mit Gesamtwerten rechnet — Börsenwert, Jahresüberschuss, Eigenkapital —, kommt zum selben Ergebnis, solange durchgehend dieselbe Aktienzahl zugrunde liegt. Genau dort steckt eine Fehlerquelle: Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen verändern sie, und ein Vergleich über mehrere Jahre ohne diese Korrektur misst zum Teil nur die veränderte Stückzahl.

Hinweis

Kennzahlen verdichten Vergangenheit zu Verhältnissen. Sie sagen nichts über die Zukunft eines Unternehmens und tragen keine Kaufentscheidung. Diese Seite nennt keine Zielwerte und gibt keine Anlageberatung.

Häufige Fragen

Wie berechnet man das Kurs-Gewinn-Verhältnis?

Kurs je Aktie geteilt durch Gewinn je Aktie. Bei einem Kurs von 120 € und 6 € Gewinn je Aktie ergibt das ein KGV von 20 — der Markt zahlt das Zwanzigfache des Jahresgewinns.

Gleichwertig lässt es sich über die Gesamtwerte rechnen: Börsenwert geteilt durch Jahresüberschuss. Beides führt zum selben Ergebnis, solange dieselbe Aktienzahl zugrunde liegt — und genau dort liegt eine Fehlerquelle, wenn das Unternehmen zwischenzeitlich Aktien ausgegeben oder zurückgekauft hat.

Ab welchem KGV ist eine Aktie günstig?

Diese Frage lässt sich nicht mit einer Zahl beantworten, und wir nennen deshalb bewusst keine. Ein KGV ist eine Verhältniszahl ohne eigene Aussage: Sie wird erst im Vergleich brauchbar — mit derselben Branche, mit der eigenen Historie des Unternehmens, mit dem erwarteten Wachstum.

Ein Softwareunternehmen mit hohen Margen und wachsendem Geschäft trägt dauerhaft ein anderes KGV als ein Versorger. Wer beide über einen Kamm schert, kauft nicht günstig ein, sondern schlicht die Branche mit dem niedrigsten Niveau. Warum das eine typische Falle ist, steht in Kennzahlen zur Aktienbewertung.

Was ist die Gewinnrendite?

Der Kehrwert des KGV, also Gewinn je Aktie geteilt durch den Kurs. Ein KGV von 20 entspricht einer Gewinnrendite von 5 %.

Sie enthält dieselbe Information, macht sie aber vergleichbar: 5 % lassen sich unmittelbar gegen eine Anleiherendite oder einen Festgeldzins halten. Wichtig ist dabei, dass der Gewinn nicht dem Anleger zufließt — nur der ausgeschüttete Teil tut das.

Was sagt das PEG-Verhältnis aus?

Es teilt das KGV durch das erwartete Gewinnwachstum in Prozent und relativiert damit ein hohes KGV am Wachstum. Ein KGV von 20 bei 8 % Wachstum ergibt ein PEG von 2,5.

Die Kennzahl hat eine eingebaute Schwäche: Sie hängt vollständig an einer Wachstumsschätzung für die Zukunft — der unsichersten Größe der ganzen Rechnung. Bei schrumpfendem Gewinn ist sie gar nicht definiert; der Rechner zeigt dann einen Strich.

Warum zeigt der Rechner bei Verlust kein KGV?

Weil es keines gibt. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis setzt einen Gewinn voraus; bei einem Verlust ergäbe die Division eine negative Zahl, die nichts aussagt und regelmäßig falsch gelesen wird.

Ein Strich ist an dieser Stelle die ehrlichere Angabe. KUV und KBV bleiben davon unberührt — sie hängen am Umsatz und am Buchwert und sind auch für ein Unternehmen mit Verlust definiert.

Was bedeutet eine Ausschüttungsquote über 100 Prozent?

Dass mehr ausgeschüttet wird, als im selben Jahr verdient wurde — bezahlt aus Rücklagen, aus Schulden oder aus dem Verkauf von Vermögen. Für ein einzelnes Jahr kann das eine bewusste Entscheidung sein, dauerhaft trägt es sich nicht.

Für die Beurteilung einer Dividende ist die Quote deshalb aussagekräftiger als die Dividendenrendite: Sie sagt, wie viel Luft noch da ist. Mehr dazu in Ausschüttungsquote richtig lesen.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen, gespeichert oder ausgewertet.