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Rechner

Junior-Depot-Rechner

Ein Sparplan je Kind, bis zum Zielalter durchgerechnet — mit weitergeleitetem Kindergeld, Sonderzahlungen und der Frage, die den größten Unterschied macht: auf wessen Namen das Depot läuft.

Kinder

Prozent pro Jahr, vor Fondskosten
Prozent pro Jahr, mindert die Rendite
Entscheidet, welcher Steuertarif greift
Prozent pro Jahr, nur für die Kaufkraftansicht

Endkapital aller Kinder

—

Eingezahlt—
Ertrag—
Gezahlte Steuern—
Monatlich heute—
Davon aus Kindergeld—
Davon aus Sonderzahlungen—
Vorteil Depot auf das Kind—
Steuerberechnung im Detail
Bestimmt die Teilfreistellung
Prozent, Grundlage der Vorabpauschale — 2026: 3.20 %
Prozent pro Jahr. 0 = thesaurierend. Ausschüttungen erhöhen den laufenden Ertrag und damit beide Schwellen unten.
Euro pro Jahr, § 20 Abs. 9 EStG
Euro pro Jahr, § 10c EStG
Euro pro Jahr, etwa aus einem Ferienjob
Euro pro Monat. 0 schaltet die Prüfung ab — die Grenze ändert sich jährlich und steht hier bewusst nicht als Vorgabe.
Nur beim Elterndepot; auf die Abgeltungsteuer erhoben
Euro pro Jahr, der für dieses Depot noch übrig ist. Wer selbst anlegt, hat ihn meist verbraucht.
Auszahlplan ab dem Zielalter
Euro, etwa als Zuschuss im Studium
Verlängert die Laufzeit entsprechend

Alle Eingaben stehen in der Adresse — nichts wird gespeichert oder übertragen.

Verlauf je Kind

Der Ertragsanteil wächst überproportional: In den ersten Jahren dominieren die Einzahlungen, später trägt sich das Depot zunehmend selbst. Bei einem Kind, das mit null Jahren startet, liegt der Wendepunkt typischerweise in der zweiten Hälfte der Schulzeit.

Alter Eingezahlt Ertrag Steuer im Jahr Laufender Ertrag Depotwert
Vergleich zweier Depots mit identischem Sparplan: Auf den Namen des Kindes bleibt der laufende Ertrag im Rahmen der eigenen Freibetraege steuerfrei, auf den Namen der Eltern faellt Abgeltungsteuer an. Die Differenz verzinst sich ueber die Laufzeit mit.
Derselbe Sparplan, zwei Namen auf dem Depot — der Unterschied ist steuerlich und waechst mit der Laufzeit. CC BY 4.0

Warum der Depotinhaber mehr ausmacht als die Rendite

Ein Kind ist steuerlich eine eigene Person. Ihm stehen der Grundfreibetrag aus dem Einkommensteuertarif (12.348 € im Veranlagungszeitraum 2026), der Sparerpauschbetrag und der Sonderausgaben-Pauschbetrag nebeneinander zu. Solange der laufende Ertrag darunter bleibt, fällt auf ein Depot des Kindes überhaupt keine Einkommensteuer an.

Auf einem Elterndepot wird derselbe Ertrag mit gut 26 Prozent belastet, sobald der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist — und wer selbst anlegt, hat ihn in aller Regel längst verbraucht. Über achtzehn Jahre summiert sich diese Differenz nicht nur um die gesparte Steuer, sondern um die Rendite, die auf dem nicht gezahlten Betrag weiterläuft. Deshalb weist der Rechner den Vorteil im Endkapital aus und nicht bloß die Steuerdifferenz.

Der Haken steht nicht im Steuerrecht, sondern im Sozialrecht und im Zivilrecht: Kapitalerträge zählen zum Gesamteinkommen der beitragsfreien Familienversicherung, und das Geld gehört ab der ersten Einzahlung dem Kind. Beides ist weiter unten und in Das Depot für Kinder ausgeführt.

Was der Rechner abbildet

Baustein Wie gerechnet wird
Laufzeit Aus dem heutigen Alter und dem Zielalter des Kindes, nicht als abstrakte Jahreszahl — jedes Kind hat seine eigene
Verzinsung Monatlich, Renditeannahme als effektiver Jahreswert; Fondskosten werden monatlich anteilig abgezogen
Einzahlungen Sparrate und weitergeleitetes Kindergeld nachschüssig zum Monatsende, Sonderzahlungen einmal im Jahr; nur die Sparrate wird dynamisiert
Steuer beim Kind Nach dem Einkommensteuertarif § 32a EStG auf das Jahreseinkommen, nach Abzug von Sparerpauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschbetrag; weitere Einkünfte wirken auf die Progression
Steuer bei den Eltern Abgeltungsteuer mit Solidaritätszuschlag und wahlweise Kirchensteuer nach § 32d Abs. 1 EStG, auf den Ertrag über dem noch freien Sparerpauschbetrag
Vorabpauschale Jährlich auf den Wert zu Jahresbeginn zuzüglich der anteilig bemessenen Raten, gedeckelt durch die Wertsteigerung des Jahres — in schwachen Jahren also null
Schwellen Der Verlauf markiert das Jahr, in dem der steuerfreie Rahmen reißt, und — sofern eine Grenze eingetragen ist — das Jahr, in dem die Familienversicherung kippt
Kaufkraft Die Rechnung läuft nominal; die Ansicht „Kaufkraft heute" diskontiert jeden Betrag mit der angenommenen Inflation

Was der Rechner bewusst nicht rechnet

Die Einkommensgrenze der Familienversicherung ist ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 SGB IV. Sie ändert sich jährlich und steht hier nicht als Vorgabewert — eine falsche Schwelle wäre schlechter als gar keine. Wer den aktuellen Wert kennt, trägt ihn ein und bekommt die Warnung dazu.

Ebenfalls außen vor bleibt die Schenkungsteuer. Freibeträge nach § 16 ErbStG erneuern sich im Zehnjahresrhythmus und liegen bei üblichen Sparraten weit außerhalb des Relevanten; bei größeren Einmalzahlungen von Großeltern lohnt der Blick, siehe Depot vererben und verschenken. Und die Rendite ist konstant angenommen — reale Märkte sind es nicht.

Rechtsquellen

  • § 32a Abs. 1 EStG Einkommensteuertarif — der Grundfreibetrag steckt in der Tarifformel und gilt auch für Kinder Bundesministerium der Justiz
  • § 44a Abs. 2 EStG Abstandnahme vom Steuerabzug durch Freistellungsauftrag oder Nichtveranlagungsbescheinigung Bundesministerium der Justiz
  • § 18 InvStG Vorabpauschale: Basisertrag auf den Wert zu Jahresbeginn, gedeckelt durch die Wertsteigerung Bundesministerium der Justiz
  • § 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB V Familienversicherung: Gesamteinkommen höchstens ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße Bundesministerium der Justiz

Alle Verweise führen auf die amtliche Fassung und wurden am 04.08.2026 aufgerufen. Sie öffnen in einem neuen Tab. Die Bezugsgröße nach § 18 SGB IV ändert sich jährlich; ihr aktueller Wert ist hier bewusst nicht genannt.

Stand der Steuerwerte

Sätze und Freibeträge nach dem Stand Juli 2026, Einkommensteuertarif des Veranlagungszeitraums 2026. Der Basiszins für die Vorabpauschale wird jährlich neu festgelegt und ist deshalb als Eingabe veränderbar. Was die Freibeträge in einem einzelnen Jahr tragen, rechnet der Kinderdepot-Rechner; einen Sparplan ohne Kinderbezug der ETF-Sparplanrechner.

Wie dieser Rechner rechnet

Baustein Wie gerechnet wird
Sparplan je Kind Monatliche Rate über die Jahre bis zum Zielalter, mit laufender Wertentwicklung
Besteuerung beim Kind Nach dem Einkommensteuertarif, der bei null beginnt — nicht mit 25 %. Über achtzehn Jahre ist das der größte einzelne Hebel am Ergebnis
Abrechnungsrhythmus Die Steuer wird einmal jährlich abgerechnet. Beim Kind ist das die genauere Abbildung, weil Grundfreibetrag und Tarif auf das Jahreseinkommen wirken; beim Elternteil eine Näherung an den laufenden Steuerabzug der Bank
Familienversicherung Keine Schwelle als Vorgabewert, aus demselben Grund wie im Kinderdepot-Rechner
Schenkungsteuer Nicht abgebildet. Die Freibeträge nach § 16 ErbStG im Zehnjahresrhythmus sind ein eigenes Thema und bei üblichen Sparraten nicht die bindende Grenze
Rundung Gerechnet wird ungerundet, gerundet erst bei der Anzeige

Der Rechner vergleicht damit zwei Wege, die sich rechtlich unterscheiden und nicht nur rechnerisch: das Depot auf den Namen des Kindes gegen das Sparen im eigenen Namen. Was mit der Volljährigkeit passiert, ist keine Rechenfrage — dazu steht die Systematik unter Depot-Übergabe mit 18.

Risikohinweis

Modellrechnung mit konstanter Rendite. Reale Märkte schwanken; eine gleichmäßige jährliche Wertentwicklung gibt es nicht. Keine Prognose, keine Anlage-, Steuer- oder Sozialversicherungsberatung. Ob eine Nichtveranlagungsbescheinigung erteilt wird und wie sich Kapitalerträge auf Familienversicherung, BAföG oder andere Leistungen auswirken, entscheidet sich im Einzelfall.

Häufige Fragen

Was rechnet der Junior-Depot-Rechner anders als ein Sparplanrechner?

Er rechnet je Kind einen eigenen Sparplan über die Jahre bis zum Zielalter — mit eigenem Alter, eigener Laufzeit und vor allem eigenen Freibeträgen. Mehrere Kinder sind nicht dasselbe wie ein Kind mit der Summe der Raten.

Vor allem aber kennt er zwei Steuerpfade: Läuft das Depot auf das Kind, gilt der Einkommensteuertarif, der bei null beginnt. Läuft es auf ein Elternteil, gilt die Abgeltungsteuer ab dem ersten Euro über dem Sparerpauschbetrag.

Wie groß ist der Steuervorteil eines Depots auf den Namen des Kindes?

Er entsteht daraus, dass dem Kind Grundfreibetrag (12.348 € im Veranlagungszeitraum 2026), Sparerpauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschbetrag nebeneinander zustehen. Solange der laufende Ertrag darunter bleibt, fällt gar keine Steuer an.

Der Rechner stellt beide Varianten gegenüber und weist die Differenz im Endkapital aus. Sie ist größer als die gesparte Steuer selbst, weil auf den nicht gezahlten Betrag über die Jahre weiter Rendite läuft.

Warum warnt der Rechner vor der Familienversicherung?

Weil sie in der Praxis früher zur Grenze wird als die Steuer. Kinder sind beitragsfrei mitversichert, solange ihr Gesamteinkommen ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße nicht übersteigt — Kapitalerträge zählen mit.

Diese Grenze ist jährlich veränderlich und deshalb eine Eingabe, kein Vorgabewert. Ohne Angabe entfällt die Prüfung. Wer sie einträgt, bekommt das Alter genannt, in dem die Schwelle nach dieser Modellrechnung erstmals gerissen wird.

Zählt weitergeleitetes Kindergeld als eigene Einzahlung?

Im Rechner ja — es steht als eigenes Feld neben der Sparrate und wird im Ergebnis getrennt ausgewiesen. So lässt sich erkennen, welcher Teil des Endkapitals aus dem Haushaltsbudget stammt und welcher aus einer Leistung, die ohnehin für das Kind bestimmt ist.

Rechtlich macht die Herkunft keinen Unterschied: Was auf ein Depot des Kindes eingezahlt wird, ist Vermögen des Kindes.

Was passiert mit dem Depot, wenn das Kind volljährig wird?

Es verfügt frei darüber. Eltern verwalten das Vermögen bis dahin treuhänderisch und dürfen es nicht für eigene Zwecke zurückholen — auch nicht, wenn sie es selbst eingezahlt haben.

Außerdem zählt das Depot bei einkommensabhängigen Leistungen wie BAföG als eigenes Vermögen des Kindes. Beides gehört in die Entscheidung, bevor die erste Rate läuft.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen, gespeichert oder ausgewertet. Der Teilen-Link trägt alle Eingaben in der Adresse.