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Rechner

Kinderdepot

Ein Kind hat eigene Freibeträge, die meist vollständig ungenutzt bleiben. Wie viel Depot sie tragen — und wo die zweite, unbekanntere Grenze liegt.

Euro
Prozent des Depotwerts: Ausschüttungen und Vorabpauschale
Bestimmt die Teilfreistellung
Euro pro Jahr, etwa aus einem Ferienjob
Euro, § 32a EStG des laufenden Jahres
Euro pro Jahr
Euro pro Monat, ein Siebtel der Bezugsgröße. 0 blendet die Prüfung aus — der Wert ist hier bewusst nicht voreingestellt.

Steuerfrei bis zu einem Depotwert von

956.000 €

Laufender Ertrag500 €
davon steuerlich maßgeblich350 €
Steuerfreier Rahmen13.384 €
Zu versteuerndes Einkommen0 €
Einkommensteuer0 €
Noch freier Ertragsspielraum13.034 €

Was auffällt

Aus deinen Eingaben abgeleitet

Aufbau der steuerfreien Kapitalerträge eines Kindes: Grundfreibetrag, Sparerpauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschbetrag gelten nebeneinander und ergeben zusammen den jährlich steuerfreien Ertrag.
Drei Freibeträge gelten nebeneinander — zusammen ergeben sie eine Zahl, die kaum jemand ausrechnet. CC BY 4.0

Zwei Grenzen, und die bekanntere ist die harmlosere

Die steuerliche Grenze ist großzügig: Grundfreibetrag, Sparerpauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschbetrag ergeben zusammen einen Ertrag im fünfstelligen Bereich, der beim Kind steuerfrei bleibt. Bei zwei Prozent laufendem Ertrag trägt das ein Depot von mehreren hunderttausend Euro.

Die sozialrechtliche Grenze greift viel früher. Kapitalerträge zählen zum Gesamteinkommen im Sinne der Familienversicherung; wird die Grenze überschritten, endet die beitragsfreie Mitversicherung und eine eigene Krankenversicherung wird fällig. Diese Kosten übersteigen jede Steuerersparnis deutlich.

Deshalb rechnet dieser Rechner beide Schwellen — und weist aus, welche zuerst greift.

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Wie der Steuerabzug verhindert wird, statt ihn zurückzuholen, steht unter Günstigerprüfung; der Freistellungsauftrag deckt nur den Sparerpauschbetrag ab. Der Überblick über die Besteuerung von Fondserträgen steht unter ETFs & Fonds.

Dieser Rechner betrachtet ein einzelnes Jahr. Wer wissen will, wann die Schwellen bei einem laufenden Sparplan erreicht werden und was bis zur Volljährigkeit zusammenkommt, rechnet mit dem Junior-Depot-Rechner — dort auch für mehrere Kinder nebeneinander.

Rechtsquellen

  • § 32a Abs. 1 EStG Einkommensteuertarif — der Grundfreibetrag steckt in der Tarifformel Bundesministerium der Justiz
  • § 44a Abs. 2 EStG Abstandnahme vom Steuerabzug: Freistellungsauftrag oder NV-Bescheinigung Bundesministerium der Justiz
  • § 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB V Familienversicherung: Gesamteinkommen höchstens ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße Bundesministerium der Justiz

Alle Verweise führen auf die amtliche Fassung und wurden am 03.08.2026 aufgerufen. Sie öffnen in einem neuen Tab. Die Bezugsgröße nach § 18 SGB IV ändert sich jährlich und ist hier bewusst nicht hinterlegt.

Wie dieser Rechner rechnet

Baustein Wie gerechnet wird
Freibeträge des Kindes Grundfreibetrag des Einkommensteuertarifs, Sparerpauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschbetrag zusammengenommen — daraus ergibt sich der jährlich steuerfreie Kapitalertrag
Steuer über dem Freibetrag Nach dem Einkommensteuertarif des Kindes, nicht mit dem Abgeltungssatz
Familienversicherung Die Einkommensgrenze ist ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 SGB IV (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB V). Sie ändert sich jährlich und ist hier nicht als Vorgabewert hinterlegt — ohne Eingabe entfällt die Prüfung
Betrachtungszeitraum Ein Jahr als Momentaufnahme. Die Entwicklung über mehrere Jahre rechnet der Junior-Depot-Rechner
Rundung Gerechnet wird ungerundet, gerundet erst bei der Anzeige

Die Entscheidung gegen einen Vorgabewert bei der Familienversicherung ist Absicht: Eine falsche Schwelle wäre in dieser Frage teurer als eine Lücke, weil an ihr nicht die Steuer hängt, sondern die beitragsfreie Mitversicherung.

Hinweis

Modellrechnung, keine Steuer- oder Sozialversicherungsberatung. Gerechnet wird mit dem laufenden Ertrag; ein Verkauf erzeugt im Verkaufsjahr zusätzliche Erträge. Schenkungsteuerliche Fragen und die Auswirkungen auf einkommensabhängige Leistungen sind nicht abgebildet.

Häufige Fragen

Wie viel Ertrag bleibt beim Kind steuerfrei?

Drei Beträge wirken zusammen: der Grundfreibetrag des Einkommensteuertarifs, der Sparerpauschbetrag und der Sonderausgaben-Pauschbetrag. Ihre Summe ist der Ertrag, der bei einem Kind ohne weitere Einkünfte steuerfrei bleibt.

Weil der Grundfreibetrag jährlich angepasst wird, rechnet dieser Rechner ihn nicht fest ein, sondern nimmt ihn als Eingabe — voreingestellt mit dem Wert des laufenden Veranlagungszeitraums.

Warum behält die Bank trotzdem Steuer ein?

Ein Freistellungsauftrag deckt nur den Sparerpauschbetrag ab. Alles darüber wird abgeführt, auch wenn das Kind wegen des Grundfreibetrags gar keine Steuer schuldet.

Dafür gibt es die Nichtveranlagungsbescheinigung nach § 44a Abs. 2 EStG: Das Wohnsitzfinanzamt stellt sie aus, sie gilt bis zu drei Jahre, und die Bank nimmt dann vollständig Abstand vom Steuerabzug.

Was hat das Depot mit der Krankenversicherung zu tun?

Kinder sind beitragsfrei familienversichert, solange ihr Gesamteinkommen eine Grenze nicht überschreitet — nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB V ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße. Kapitalerträge zählen dabei mit.

Diese Grenze liegt deutlich unter dem steuerlichen Rahmen. Bei größeren Depots kippt die Familienversicherung also, bevor überhaupt Steuer anfällt — und eine eigene Versicherung kostet ein Vielfaches der ersparten Steuer.

Warum ist die Grenze der Familienversicherung nicht voreingestellt?

Weil sie sich jährlich mit der Bezugsgröße ändert und hier kein belegter Wert für das laufende Jahr vorliegt. Diese Seite trägt keine Zahl ein, die sie nicht aus einer Primärquelle belegen kann.

Wer den aktuellen Wert kennt, trägt ihn ein und bekommt die zweite Schwelle dazu. Ohne Angabe rechnet der Rechner nur die steuerliche Seite.

Wem gehört das Geld auf dem Depot?

Dem Kind. Was eingezahlt wird, ist rechtlich sein Vermögen; Eltern verwalten es treuhänderisch und dürfen es nicht für eigene Zwecke zurückholen.

Mit der Volljährigkeit verfügt das Kind frei darüber. Außerdem zählt das Vermögen bei einkommensabhängigen Leistungen wie BAföG als eigenes — beides gehört in die Entscheidung, bevor eingezahlt wird.