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Was Lexware Office kostet
Von Philipp Busch Aktualisiert am Listenpreise des Anbieters am 17.08.2026 von https://www.lexware.de/preise/ übernommen
Was Lexware Office kostet: alle vier Stufen mit Monats- und Jahrespreis, jede Zahl mit Abrufdatum von der Preisseite des Herstellers. Dazu die Angabe, die anderswo fehlt — welcher Funktionsblock den Sprung in die nächste Stufe auslöst. Ein Funktionsurteil steht hier nicht, dafür müsste die Software monatelang im Betrieb gelaufen sein.
Die Antwort in Kurzform
Lexware Office kostet zwischen 7,90 € und 32,90 € im Monat, jeweils netto und als Listenpreis. Auf das Jahr gerechnet sind das 94,80 € bis 394,80 €. Einen Nachlass für jährliche Zahlung gibt es nicht.
Für die meisten Selbstständigen ist nur eine Zahl davon interessant. Sobald Umsatzsteuer ausgewiesen wird, führt kein Weg an der Stufe L vorbei — 21,90 € im Monat, 262,80 € im Jahr. Alles darunter enthält den dafür nötigen Funktionsblock nicht.
Die Stufe S ist deshalb kein günstiger Einstieg in dasselbe Produkt, sondern ein anderer Leistungsumfang: Belege sammeln und archivieren, ohne Rechnungen. Wer den Einstiegspreis mit dem Einstiegspreis eines anderen Anbieters vergleicht, vergleicht in der Regel zwei verschiedene Dinge.
lexoffice, Lexware Office, Lexware
Drei Namen, zwei Bedeutungen. Aus lexoffice wurde Lexware Office — gleiches Cloud-Produkt, neuer Name, unverändert von Haufe-Lexware. Wer nach „lexoffice Preise" oder „lexoffice Kosten" sucht, sucht die Tarife, die auf dieser Seite stehen.
Lexware allein meint dagegen oft etwas anderes: die Desktop-Programme desselben Herstellers, also etwa Lexware Buchhalter oder Lexware Financial Office. Das sind eigene Produkte mit eigener Preisstruktur, die hier nicht steht. Die Abgrenzung erklärt Lexware Office oder Lexware Desktop.
Für die Preisrecherche hat die Umbenennung eine praktische Folge. Ein Vergleich, der noch von lexoffice spricht, ist älter als der Namenswechsel — und damit möglicherweise älter als der heutige Tarifzuschnitt. Maßgeblich ist immer die Preisseite des Herstellers.
Die vier Stufen mit Jahreskosten
Die folgende Tabelle nennt die Listenpreise bei monatlicher Zahlung und rechnet sie auf zwölf Monate hoch. Die dritte Spalte ist die eigentlich interessante: Softwarekosten fallen jedes Jahr an, nicht einmal.
| Stufe | Im Monat | Im Jahr | Was sie hinzufügt |
|---|---|---|---|
| S | 7,90 € | 94,80 € | Belegerfassung und Belegarchiv |
| M | 12,90 € | 154,80 € | Angebote, E-Rechnungen und Mahnungen |
| L | 21,90 € | 262,80 € | Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer |
| XL | 32,90 € | 394,80 € | EU- und Abschlagsrechnungen, API |
Quelle: Preisseite von Lexware Office · Stand 17.08.2026 · Listenpreise, netto, monatliche Zahlung
Was in welcher Stufe steckt
Die vierte Spalte oben nennt jeweils nur das, was gegenüber der Stufe darunter hinzukommt. Das ist die brauchbarere Darstellung: Eine Funktionsliste je Stufe wiederholt dreimal dasselbe und verdeckt genau die Schwelle, an der es teurer wird.
Stufe S ist Belegerfassung und Belegarchiv. Belege werden erfasst, abgelegt und wiedergefunden. Rechnungen schreibt diese Stufe nicht. Sie passt für Betriebe, die ihre Ausgangsrechnungen anderswo erzeugen und nur die Eingangsseite ordnen wollen.
Stufe M bringt Angebote, E-Rechnungen und Mahnungen. Damit ist sie die erste Stufe, mit der sich der übliche Ablauf eines kleinen Betriebs abbilden lässt — vom Angebot über die Rechnung bis zur Zahlungserinnerung.
Stufe L ergänzt Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer. Das ist der teuerste einzelne Sprung und zugleich der, den die meisten brauchen. Was die Einnahmenüberschussrechnung verlangt, steht unter EÜR: Grundlagen.
Stufe XL fügt EU- und Abschlagsrechnungen sowie eine Schnittstelle hinzu. Beides sind Anforderungen, die man kennt, wenn man sie hat. Wer nicht weiß, wofür er eine API braucht, braucht sie nicht.
Welche Stufe der eigene Fall verlangt
Die Stufenwahl lässt sich auf drei Fragen zurückführen, und sie sind in dieser Reihenfolge zu stellen. Erstens: Weise ich Umsatzsteuer aus? Wenn ja, ist die Stufe L die Untergrenze, und die beiden Fragen darunter erübrigen sich.
Zweitens: Schreibe ich selbst Rechnungen? Wenn ja, beginnt der brauchbare Bereich bei M. Wenn nein — etwa weil ein Auftraggeber Gutschriften erstellt — genügt S für die Belegseite.
Drittens: Liefere ich an Unternehmen? Dann ist das Rechnungsformat das eigentliche Thema, nicht der Preis. Was dabei Pflicht ist und was nicht, steht unter E-Rechnung: wer sie annehmen muss.
Der häufigste Fehler ist, die Stufe zu hoch zu wählen. Die zweithäufigste Variante ist der umgekehrte Fehler: eine Stufe zu buchen, die den absehbaren nächsten Schritt nicht mitmacht. Wer die Grenze zur Regelbesteuerung im Blick hat, sollte das einrechnen — siehe Kleinunternehmerregelung.
Warum es keinen Jahresrabatt gibt
Bei Lexware Office ist die Jahresrechnung schlicht: Monatspreis mal zwölf. Der Anbieter gewährt keinen Nachlass für Vorauszahlung und wirbt stattdessen mit monatlicher Kündbarkeit ohne Mindestlaufzeit.
Das ist eine bewusste Entscheidung und kein Versäumnis. Ein Jahresrabatt kauft Bindung, monatliche Kündbarkeit verkauft Flexibilität. Welche der beiden mehr wert ist, hängt am eigenen Fall und nicht an der Software.
Praktisch heißt das: Wer sich sicher ist, findet beim Wettbewerber einen Preisvorteil für dieselbe Sicherheit. Wer sich nicht sicher ist, zahlt hier keinen Aufschlag für die Freiheit, im dritten Monat wieder auszusteigen. Beides ist ein Argument, nur eben nicht dasselbe.
Aktionspreise und was sie wert sind
Der Anbieter bewirbt für Neukunden dauerhaft einen Rabatt: Neukunden zahlen in den ersten drei Monaten 50 Prozent; hier stehen die Listenpreise.
Diese Seite rechnet deshalb mit Listenpreisen. Ein Aktionspreis beschreibt die ersten Monate, nicht die laufenden Kosten — und Buchhaltungssoftware ist eine laufende Ausgabe. Wer den Rabatt in die Entscheidung einrechnet, vergleicht drei Monate mit drei Jahren.
Nützlich ist die Aktion trotzdem, nur an anderer Stelle: Sie senkt die Kosten der Erprobung. Zusammen mit der Testphase lässt sich die Software über mehrere echte Monatsabschlüsse benutzen, bevor sie den vollen Preis kostet.
Netto, Vorsteuer und Betriebsausgabe
Alle Beträge auf dieser Seite sind Nettopreise. Für regelbesteuerte Betriebe ist das zugleich der tatsächliche Aufwand: Die Umsatzsteuer auf die Rechnung des Anbieters kommt als Vorsteuer zurück.
Für Kleinunternehmer nach § 19 UStG gilt das nicht. Ohne Vorsteuerabzug erhöht die Umsatzsteuer den Preis tatsächlich. Bei der Stufe M sind das aus 12,90 € rund 15,35 € im Monat.
Der zweite Effekt gilt für beide: Die Software ist eine Betriebsausgabe und mindert den Gewinn. Bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent bleiben von 262,80 € Jahreskosten rund 183,96 € tatsächliche Belastung. Wie sich der eigene Satz ermitteln lässt, zeigt der Rechner für die Steuerrücklage.
Einordnung gegen den Wettbewerber
Die naheliegende Vergleichsgröße ist sevDesk. Dort kostet der Tarif mit Buchhaltung und Umsatzsteuer 25,90 € im Monat gegenüber 21,90 € hier — vier Euro Unterschied auf der Stufe, die für die meisten zählt.
Der Abstand schrumpft allerdings, sobald die Zahlweise mitgerechnet wird: Mit Jahresrabatt sinkt der Wettbewerber auf 22,90 € im Monat. Übrig bleibt rund ein Euro. Bei dieser Größenordnung sollte der Preis die Entscheidung nicht tragen.
Der zweite Unterschied wiegt schwerer als der Preis: Nur der Wettbewerber hat einen dauerhaft kostenlosen Einstiegstarif für sehr kleine Volumina. Die vollständige Gegenüberstellung steht unter sevDesk und Lexware Office im Vergleich.
Die Testphase richtig nutzen
Der Anbieter nennt 30 Tage kostenlos, im Test steht der Umfang der Version XL bereit. Das ist großzügig und hat einen Haken, den man kennen sollte: Wer im Test Funktionen der größten Stufe benutzt, gewöhnt sich möglicherweise an etwas, das im gebuchten Tarif fehlt.
Brauchbar ist ein Test, wenn er einen vollständigen Monatsablauf abdeckt. Dazu gehören mindestens: eine echte Ausgangsrechnung an einen echten Kunden, ein Stapel Eingangsbelege, ein Bankabgleich und — bei Regelbesteuerung — eine Umsatzsteuervoranmeldung.
Und ein Punkt, der erst am Ende wichtig wird, aber am Anfang geprüft gehört: der Export. Die Aufbewahrungspflichten laufen unabhängig vom Anbieter weiter, die Einzelheiten stehen unter Belege aufbewahren. Wer erst bei der Kündigung nachsieht, sieht zu spät nach.
Diese Seite enthält Provisionslinks und ist als Werbung gekennzeichnet. Die Preise sind Listenpreise netto, abgerufen am 17. August 2026 von der Preisseite des Anbieters; maßgeblich sind dessen Angaben. Allgemeine Information, keine Steuerberatung.
Die vier Gründe, es nicht zu tun
„Der Einstieg ist doch günstig."
Die Stufe S kostet 7,90 € und enthält keine Rechnungen — nur Belegerfassung und Archiv. Wer Rechnungen schreibt, zahlt ab 12,90 €, und wer Umsatzsteuer ausweist, ab 21,90 €. Der Einstiegspreis beschreibt einen anderen Leistungsumfang.
„Im ersten Jahr zahle ich weniger."
Das stimmt, und deshalb steht hier der Listenpreis. Die Aktion senkt drei Monate, der Vertrag läuft länger. Gerechnet wird mit dem, was ab dem vierten Monat abgebucht wird.
„Das ist teurer als eine Tabelle."
Ja, gemessen an null. Der richtige Vergleichsmaßstab ist der bisherige Zeitaufwand, mit dem eigenen Stundensatz bewertet — ab etwa sechs Belegen im Monat kippt die Rechnung.
„Ich zahle lieber jährlich und spare."
Bei diesem Anbieter geht das nicht, es gibt keinen Jahresrabatt. Wer die Ersparnis will, findet sie beim Wettbewerber; wer die monatliche Kündbarkeit will, hier.
Häufige Fragen
Was kostet Lexware Office im Monat?
Die Listenpreise beginnen bei 7,90 € für die Stufe S und reichen über 12,90 € und 21,90 € bis 32,90 € für die Stufe XL. Alle Beträge verstehen sich netto.
Der Preis für Neukunden liegt in den ersten Monaten darunter. Für die laufenden Kosten ist der Listenpreis maßgeblich, nicht der Einstiegsrabatt.
Heißt lexoffice noch so?
Nein. Das Produkt heißt Lexware Office; Hersteller ist weiterhin Haufe-Lexware. Wer nach „lexoffice Preise" sucht, sucht die Tarife desselben Produkts.
Bei Preisangaben ist das mehr als eine Namensfrage: Seiten, die noch von lexoffice sprechen, sind älter als die Umbenennung und nennen häufig auch einen älteren Tarifzuschnitt.
Gibt es einen Rabatt bei jährlicher Zahlung?
Nein. Der Anbieter wirbt stattdessen mit monatlicher Kündbarkeit ohne Mindestlaufzeit. Die Jahreskosten sind deshalb schlicht der Monatspreis mal zwölf.
Das ist der wichtigste Unterschied zur Preisrechnung beim Wettbewerber: Dort sinkt der Buchhaltungstarif bei jährlicher Zahlung von 25,90 € auf 22,90 €.
Welche Stufe brauche ich, wenn ich Umsatzsteuer ausweise?
Die Stufe L. Erst dort sind Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer enthalten; sie kostet 21,90 € im Monat, also 262,80 € im Jahr.
Wer unter die Kleinunternehmerregelung fällt, braucht diesen Funktionsblock nicht und kommt mit einer der beiden unteren Stufen aus.
Was kostet die Testphase?
Nichts. Der Anbieter nennt 30 Tage kostenlosen Test, und zwar mit dem Funktionsumfang der größten Stufe.
Daraus folgt eine Vorsichtsregel: Wer im Test Funktionen der Stufe XL benutzt, sollte prüfen, ob sie in der später gebuchten Stufe noch enthalten sind.
Sind die Preise brutto oder netto?
Netto. Für vorsteuerabzugsberechtigte Betriebe ist das auch der tatsächliche Aufwand, weil die Umsatzsteuer als Vorsteuer zurückkommt.
Kleinunternehmer nach § 19 UStG haben diesen Abzug nicht. Für sie kommt die Umsatzsteuer auf den Listenpreis obendrauf und bleibt Kostenbestandteil.