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sevDesk und Lexware Office im Vergleich

Von Aktualisiert am Listenpreise beider Anbieter am 17.08.2026 von deren Preisseiten übernommen

Zwischen sevdesk und Lexware Office liegt auf der Tarifstufe, die für die meisten zählt, rund ein Euro im Monat — der Preisvergleich entscheidet die Frage also nicht. Was sie entscheidet: beide Tarifleitern mit Abrufdatum, die unterschiedlichen Zuschnitte und vier Kriterien jenseits des Preises. Zu beiden Anbietern besteht eine Vergütungsvereinbarung; die Reihenfolge folgt der Tabelle.

Vergleich der Buchhaltungstarife beider Anbieter: sevDesk verlangt 25,90 Euro im Monat, Lexware Office 21,90 Euro. Bei jährlicher Zahlung sinkt sevDesk auf 22,90 Euro, womit der Abstand auf rund einen Euro schrumpft.
Auf der Tarifstufe, die zählt, entscheidet die Zahlweise mehr als der Listenpreis. CC BY 4.0

Woran die Entscheidung wirklich hängt

Vergleichsseiten zu Buchhaltungssoftware enden fast immer mit einem Sieger. Das ist bequem und in der Sache selten gedeckt: Wer beide Produkte nicht über Monate im echten Betrieb benutzt hat, kann über Bedienbarkeit, Zuverlässigkeit und Support nichts Belastbares sagen.

Diese Seite verzichtet deshalb auf ein Urteil. Sie stellt die Konditionen nebeneinander, die beide Anbieter selbst veröffentlichen, versieht sie mit dem Abrufdatum und benennt die Kriterien, an denen die Entscheidung im eigenen Fall hängt.

Zur Offenlegung: Zu beiden Anbietern besteht eine Vergütungsvereinbarung. Das nimmt dieser Seite ein bequemes Argument — früher stand hier, ein Urteil verbiete sich schon wegen der einseitigen Vergütung. Es bleibt der schwerer wiegende Grund: Über Bedienbarkeit, Zuverlässigkeit und Support kann niemand etwas Belastbares sagen, der beide Produkte nicht monatelang benutzt hat. Was sich stattdessen überprüfen lässt, ist die Reihenfolge — sie folgt hier durchgehend der Tabelle und nicht der Vergütung.

Vorab: lexoffice heißt Lexware Office

Der Anbieter hat sein Cloud-Produkt umbenannt: Aus lexoffice wurde Lexware Office. Hersteller ist unverändert Haufe-Lexware, das Produkt dasselbe.

Für die Recherche hat das eine praktische Folge. Wer einen Vergleich liest, der noch von lexoffice spricht, liest einen Text, der älter ist als die Umbenennung — und damit möglicherweise auch ältere Preise nennt. Bei Software ist das ein Unterschied, der sich in Euro ausdrückt.

Dasselbe gilt für die andere Richtung: Suchergebnisse zu „lexoffice Preise" führen häufig auf Seiten, die den neuen Tarifzuschnitt noch nicht abbilden. Maßgeblich ist in jedem Fall die Preisseite des Herstellers.

Die Tarife nebeneinander

Beide Anbieter führen vier Stufen. Die Beträge sind Listenpreise bei monatlicher Zahlung, netto, übernommen von den Preisseiten der Anbieter.

Stufe sevDesk Lexware Office
1 Kostenlos — 0 €
drei Rechnungen im Monat, ZUGFeRD und XRechnung
S — 7,90 €
Belegerfassung und Belegarchiv
2 Rechnung — 11,90 €
unbegrenzt Rechnungen und Angebote, DATEV-Schnittstelle
M — 12,90 €
Angebote, E-Rechnungen und Mahnungen
3 Buchhaltung — 25,90 €
Belegerfassung, Banking, Umsatzsteuervoranmeldung, EÜR
L — 21,90 €
Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer
4 Buchhaltung Pro — 34,90 €
zusätzlich Kostenstellen, BWA und REST-API
XL — 32,90 €
EU- und Abschlagsrechnungen, API

Quelle: Preisseiten von sevDesk und Lexware Office · Stand 17.08.2026 · Listenpreise, netto, monatliche Zahlung

Zwei unterschiedliche Zuschnitte

Die Tabelle stellt die Stufen nebeneinander, nicht gleiche Leistungen. Das ist der Kern des Vergleichs: Die Anbieter schneiden ihre Tarife unterschiedlich zu.

Lexware Office beginnt bei der reinen Belegerfassung und ergänzt erst in der zweiten Stufe Angebote, Rechnungen und Mahnungen. sevDesk beginnt umgekehrt bei den Rechnungen und ergänzt die Belegerfassung in der Buchhaltungsstufe.

Daraus folgt eine praktische Unterscheidung. Wer ausschließlich Belege sammeln und archivieren will, findet bei Lexware Office einen eigenen, günstigen Tarif. Wer ausschließlich Rechnungen schreiben will, findet ihn bei sevDesk — und für sehr kleine Volumina dort sogar kostenlos.

Der Tarif, auf den es ankommt

Für die meisten Selbstständigen ist die Frage nach dem Einstiegstarif ohnehin akademisch. Sobald Umsatzsteuer ausgewiesen wird, braucht es den Tarif mit Voranmeldung und EÜR — bei sevDesk „Buchhaltung", bei Lexware Office die Stufe L.

Dort stehen 25,90 € gegen 21,90 € im Monat. Der Abstand beträgt vier Euro, also rund 48 Euro im Jahr — gemessen an einem Stundensatz von 60 Euro nicht einmal eine Arbeitsstunde.

Das ist die eigentliche Erkenntnis dieses Vergleichs: Auf der Stufe, die zählt, ist der Preisunterschied klein genug, dass er die Entscheidung nicht tragen sollte. Sie sollte an Funktion und Bedienung hängen — und das lässt sich nur im Test klären.

Warum die Zahlweise den Vergleich dreht

Die Monatspreise oben sind nicht das Ende der Rechnung. sevDesk gewährt einen Nachlass bei jährlicher Zahlung: Der Buchhaltungstarif sinkt auf 22,90 € im Monat. Damit schrumpft der Abstand zur Stufe L von vier Euro auf rund einen Euro.

Lexware Office wirbt stattdessen mit monatlicher Kündbarkeit ohne Mindestlaufzeit. Das ist kein Preisvorteil, sondern ein Flexibilitäts- vorteil — und je nach Lage mehr oder weniger wert als der Rabatt.

Wer sich sicher ist, zahlt jährlich und spart. Wer es nicht ist, zahlt monatlich und behält die Freiheit. Beide Anbieter bedienen jeweils eines dieser beiden Bedürfnisse besser — was den Vergleich der reinen Listenpreise noch einmal relativiert.

Kostenlos testen — zwei Modelle

Lexware Office bietet 30 Tage kostenlosen Test, und zwar mit dem Funktionsumfang der größten Version. Das ist großzügig und hat einen Haken: Wer im Test Funktionen der Stufe XL nutzt, muss darauf achten, ob sie im später gebuchten Tarif noch enthalten sind.

sevDesk kombiniert einen kostenlosen Test mit einem dauerhaft kostenlosen Einstiegstarif für drei Rechnungen im Monat. Der ist für einen nebenberuflichen Start eine echte Option — und er erlaubt, die Software ohne Frist kennenzulernen.

Für die Entscheidung sind beide Modelle brauchbar, solange der Test einen vollständigen Monatsablauf abdeckt. Was dazugehört, steht unter sevDesk Kosten.

Die Kriterien jenseits des Preises

Vier Fragen entscheiden mehr als vier Euro Monatsdifferenz. Erstens das E-Rechnungsformat: Erzeugt die Software ein Format, das die eigenen Kunden annehmen? Beide Anbieter unterstützen die gängigen Formate — im Zweifel mit einer Testrechnung an einen echten Kunden klären.

Zweitens der Export zur Steuerkanzlei. Diese Frage gehört an die eigene Kanzlei, bevor die Software gewählt wird. Drittens die Zahl der Nutzer: Beide Anbieter kalkulieren ihre Tarife auf einen Zugang.

Viertens die Bedienung. Sie ist die Größe, die im Alltag am meisten wiegt und sich am schlechtesten aus Beschreibungen ableiten lässt — der einzige Weg dorthin führt über den Test. Wer schon ein Programm nutzt, sollte vorher wissen, was beim Wechsel an Daten mitkommt — und was nicht. Welche Anforderungen im eigenen Fall überhaupt gelten, steht im Überblick zu Buchhaltungssoftware.

Wechsel und Datenübernahme

Ein späterer Wechsel ist möglich, aber selten reibungslos. Stammdaten, Kunden und offene Posten lassen sich in der Regel übernehmen; die Buchungshistorie häufig nur eingeschränkt oder als Export.

Unabhängig davon laufen die Aufbewahrungspflichten weiter: Die Daten müssen über die gesamte Frist verfügbar, lesbar und auswertbar bleiben — auch nach einer Kündigung, und auch beim alten Anbieter. Die Einzelheiten stehen unter Belege aufbewahren.

Praktisch heißt das: Vor jeder Kündigung ein vollständiger Export, und zwar geprüft. Wer sich darauf verlässt, im Bedarfsfall noch einmal hineinzukommen, verlässt sich auf etwas, das nicht zugesagt ist.

Wie sich die Entscheidung führen lässt

Der Preis ist auf der entscheidenden Tarifstufe zu dicht beieinander, um allein zu tragen. Sinnvoll ist deshalb die umgekehrte Reihenfolge: erst den eigenen Funktionsbedarf bestimmen, dann beide Produkte testen, dann auf den Preis sehen.

Zwei Konstellationen sind trotzdem eindeutig. Wer nur wenige Rechnungen im Monat schreibt und kein Budget einsetzen will, hat mit dem dauerhaft kostenlosen Tarif nur bei einem der beiden eine Option. Wer ausschließlich Belege archivieren will, findet den passenden Zuschnitt nur beim anderen.

Für alle dazwischen — also die große Mehrheit — entscheidet der Test. Für Kleinunternehmer lohnt vorher die Frage, ob überhaupt eine Software nötig ist: sevDesk für Kleinunternehmer.

Hinweis

Diese Seite enthält Provisionslinks zu beiden genannten Anbietern und ist als Werbung gekennzeichnet. Preise sind Listenpreise netto, abgerufen am 17. August 2026 von den Preisseiten der Anbieter; maßgeblich sind deren Angaben. Ein Funktionsurteil enthält diese Seite bewusst nicht, und die Reihenfolge der Nennungen folgt der Tabelle, nicht der Vergütung.

Vier Fragen

Welcher Tarif passt zu dir?

Die Antwort hängt an vier Dingen — nicht am Umsatz. Geprüft werden beide Anbieter; genannt wird der Tarif, der die Anforderung erfüllt und dabei im Jahr weniger kostet. Sortiert wird nach dieser Zahl, nicht nach der Vergütung. Die Auswertung läuft in deinem Browser; es wird nichts übertragen und nichts gespeichert.

1. Weist du Umsatzsteuer aus?
2. Wie viele Rechnungen schreibst du im Monat?
3. Wie viele Eingangsbelege erfasst du im Monat?
4. Brauchst du Auswertungen wie Kostenstellen oder BWA?

Passender Tarif

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    Die vier Gründe, es nicht zu tun

    „Der Wettbewerber ist doch günstiger.“

    Im Einstieg ja, auf der entscheidenden Tarifstufe nur um vier Euro im Monat — und mit Jahresrabatt schrumpft der Abstand auf rund einen Euro. Bei dieser Größenordnung entscheidet nicht der Preis.

    „Ich kann mich nicht entscheiden.“

    Dann teste beide: Der eine bietet 30 Tage vollen Zugang, der andere einen dauerhaft kostenlosen Tarif ohne Frist. Beides kostet nichts außer einem Abend.

    „Der Wechsel ist mir zu aufwendig.“

    Der Aufwand fällt einmal an, die Entlastung monatlich. Wichtiger als der Einstieg ist der Ausstieg: Prüfe den Export, bevor du dich bindest — die Aufbewahrungspflichten laufen unabhängig vom Anbieter weiter.

    „Als Kleinunternehmer brauche ich das nicht.“

    Oft stimmt das. Ohne Umsatzsteuer entfällt der teuerste Funktionsblock, und bis zu drei Rechnungen im Monat deckt der dauerhaft kostenlose Tarif ab. Nur die Empfangspflicht für E-Rechnungen gilt auch für dich.

    Häufige Fragen

    Heißt lexoffice noch so?

    Nein. Das Produkt wurde in Lexware Office umbenannt; Hersteller ist weiterhin Haufe-Lexware. Wer nach „lexoffice" sucht, findet dasselbe Produkt unter neuem Namen.

    Ratgeber, die noch von lexoffice sprechen, sind deshalb nicht zwingend falsch — aber sie sind älter als die Umbenennung, was bei Preisangaben zu beachten ist.

    Welches ist günstiger?

    Der Einstieg ist bei Lexware Office günstiger: 7,90 € für den kleinsten Tarif gegenüber 11,90 € bei sevDesk. Im entscheidenden Tarif mit Buchhaltung und Umsatzsteuer liegen sie näher beieinander — 21,90 € gegenüber 25,90 € bei monatlicher Zahlung.

    sevDesk gewährt allerdings einen Nachlass bei jährlicher Zahlung, wodurch sich der Abstand auf rund einen Euro im Monat verringert. Der Vergleich der Einstiegspreise führt hier in die Irre.

    Worin unterscheiden sich die Tarifzuschnitte?

    Lexware Office trennt vier Stufen von der reinen Belegerfassung über Rechnungen bis zu Buchhaltung und EU-Rechnungen. sevDesk beginnt bei Rechnungen und ergänzt in der zweiten Stufe die gesamte Buchhaltung.

    Das führt zu einem Unterschied für Kleinunternehmer: Wer nur Belege sammeln will, findet bei Lexware Office einen eigenen Tarif dafür; wer nur Rechnungen schreiben will, bei sevDesk.

    Gibt es bei beiden eine Testphase?

    Lexware Office nennt 30 Tage kostenlosen Test mit dem Funktionsumfang der größten Version. sevDesk wirbt mit einem kostenlosen Test und bietet zusätzlich einen dauerhaft kostenlosen Einstiegstarif mit drei Rechnungen im Monat.

    Der dauerhaft kostenlose Tarif ist der praktische Unterschied: Er erlaubt, die Software ohne Frist im echten Betrieb zu benutzen, solange das Rechnungsvolumen klein bleibt.

    Kann ich später wechseln?

    Technisch ja, praktisch mit Aufwand. Stammdaten lassen sich meist übernehmen, die Buchungshistorie oft nur eingeschränkt.

    Wichtiger als die Wechselmöglichkeit ist deshalb der Export: Er sollte vor der ersten Entscheidung geprüft werden, nicht vor der zweiten.

    Welches Produkt empfiehlt diese Seite?

    Keines pauschal. Für einen belastbaren Funktionsvergleich müssten beide Produkte über einen längeren Zeitraum im echten Betrieb genutzt werden; das ist hier nicht geschehen.

    Was diese Seite liefert, sind die belegten Konditionen und die Kriterien, an denen sich die Entscheidung ausrichten lässt.