CashflowCtrl

Rechner

Staking

Staking-Renditen werden in Coins gezahlt, versteuert wird in Euro. Aus dieser Verschiebung entsteht der Fall, den kaum ein Renditerechner zeigt: Steuer auf einen Ertrag, der später weniger wert ist.

Euro
Prozent pro Jahr, in Coins
Prozent neue Coins pro Jahr
Prozent pro Jahr, Annahme
Jahre

Reale Rendite pro Jahr

0,54 %

Nötige Kursänderung für null-2,41 %
Mengenrendite nach Gebühr4,25 %
Anteil am Netzwerk pro Jahr1,21 %
Coins am Ende1,231 ×
Wert vor Steuern6.157 €
Steuer auf Zuflüsse486 €
Steuer auf Verkauf0 €
Erlös nach Steuern5.671 €
davon Kaufkraft5.136 €
Gebühr, Steuersatz und Inflation
Prozent, Anteil von Anbieter oder Validator
Persönlicher Satz auf die Zuflüsse
Prozent pro Jahr

Was auffällt

Aus deinen Eingaben abgeleitet

Jahr Coins gegenüber Start Rewards bei Zufluss Steuer darauf Bestandswert
Aufbau des Staking-Ergebnisses: Dem Zuwachs an Coins steht die Verwässerung durch neu entstehende Coins im Netzwerk gegenüber, und erst die Kursänderung entscheidet über den Wert in Euro.
Drei Größen, die beim Staking regelmäßig vermischt werden — erst zusammen ergeben sie den Ertrag. CC BY 4.0

Drei Größen, die getrennt gehören

Eine Staking-Anzeige nennt eine einzige Zahl. Über das Ergebnis entscheiden aber drei, die in verschiedene Richtungen wirken können:

Größe Gemessen in Wirkung
Staking-Rendite Coins Mehr Coins im Bestand
Netzwerkinflation Coins Alle anderen bekommen auch mehr
Kursänderung Euro Entscheidet über das Ergebnis

Die ersten beiden zusammen ergeben den Anteil am Netzwerk — die einzige Mengengröße, die wirtschaftlich etwas bedeutet. Die dritte übersetzt sie in Euro und ist zugleich die einzige, die niemand vorhersagen kann.

Warum die Steuer hier besonders unangenehm wirkt

Staking-Erträge sind bei Zufluss zu versteuern, mit dem persönlichen Satz. Der Zeitpunkt ist damit entkoppelt vom Verkauf: Die Steuerlast entsteht, während die Coins noch im Bestand liegen und weiter schwanken.

Fällt der Kurs danach, bleibt die Steuer auf den höheren Zuflusswert bestehen. Im Extremfall übersteigt sie den verbliebenen Wert der Rewards. Dieselbe Struktur macht auch P2P-Zinsen steuerlich unangenehm: Besteuert wird der Bruttozufluss, nicht das wirtschaftliche Ergebnis.

Weiterlesen

Die Assetklasse im Überblick: Krypto & Staking. Die steuerliche Systematik in Deutschland steht unter Kapitalerträge in Deutschland, der Vergleich mit einer verzinsten Anlage gelingt mit dem Zinsrechner.

Wie dieser Rechner rechnet

Baustein Wie gerechnet wird
Drei getrennte Größen Mengenrendite, Netzwerkverwässerung und Kursänderung werden einzeln geführt und erst am Ende zusammengeführt — vermischt ergeben sie die üblichen Fehlschlüsse
Mengenrendite Der Zuwachs an Coins aus dem Staking, in Coins gerechnet und nicht in Euro
Verwässerung Entstehen im Netzwerk gleichzeitig ebenso viele neue Coins, bleibt der Anteil am Netzwerk unverändert — der Zuwachs ist dann eine Buchung, kein Ertrag
Steuer auf Erträge Staking-Erträge werden bei Zufluss als sonstige Einkünfte mit dem persönlichen Satz angesetzt, bewertet zum Kurs des Zuflusses
Steuer beim Verkauf Nach § 23 EStG; die Jahresfrist läuft für jeden Reward-Jahrgang ab seinem eigenen Zufluss. Die zuletzt erhaltenen Coins erfüllen sie deshalb regelmäßig nicht
Rundung Gerechnet wird ungerundet, gerundet erst bei der Anzeige

Die Trennung nach Zuflussjahrgängen ist der Punkt, an dem einfache Rechnungen scheitern: Ein Depotwert lässt sich in einer Zahl ausdrücken, eine Haltefrist nicht. Der Rechner bildet ab, dass jeder Reward seine eigene Uhr hat.

Risikohinweis

Kryptowährungen sind hochspekulativ; ein vollständiger Verlust ist möglich, auch durch Ausfall einer Plattform oder Verlust der Schlüssel. Staking-Renditen, Netzwerkinflation und Sperrfristen ändern sich und sind keine Zusage. Die steuerliche Behandlung entwickelt sich weiter und ist im Einzelfall zu prüfen. Dieser Rechner ist allgemeine Information, keine Anlage- oder Steuerberatung.

Häufige Fragen

Was ist die reale Staking-Rendite?

Die beworbene Rendite ist eine Mengenangabe: Du hältst danach mehr Coins. Gibt das Netzwerk gleichzeitig neue Coins aus, wächst dein Anteil am Gesamtbestand nur um die Differenz.

Bei 5 Prozent Staking und 3 Prozent Netzwerkinflation sind das rund 1,9 Prozent statt 5. Nur diese Zahl ist ein wirtschaftlicher Zuwachs — der Rest ist eine Buchung.

Wann sind Staking-Erträge zu versteuern?

Im Zeitpunkt des Zuflusses, mit dem persönlichen Einkommensteuersatz. Maßgeblich ist der Kurswert der Coins an dem Tag, an dem sie gutgeschrieben werden — unabhängig davon, ob verkauft wird.

Fällt der Kurs danach, bleibt die Steuer trotzdem bestehen. Genau dieser Fall lässt sich hier durchspielen, indem eine negative Kursänderung eingesetzt wird.

Wie wirkt die Haltefrist von einem Jahr?

Kryptowährungen gelten als andere Wirtschaftsgüter nach § 23 EStG. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer ist der Veräußerungsgewinn steuerfrei.

Für jeden Reward-Jahrgang läuft die Frist ab seinem eigenen Zufluss. Die zuletzt erhaltenen Coins erfüllen sie beim Verkauf deshalb nicht — der Rechner weist diesen Teil gesondert aus.

Warum ist der nötige Kursanstieg so hoch?

Weil die Steuer auf die Rewards unabhängig vom Ergebnis anfällt. Sie muss aus dem Bestand oder anderem Geld beglichen werden und wirkt damit wie eine laufende Kostenquote.

Der Rechner ermittelt den Break-even durch Annäherung: die Kursänderung pro Jahr, bei der nach allen Steuern genau der Einsatz übrig bleibt.

Sind die Ergebnisse auf jede Kryptowährung übertragbar?

Die Rechenlogik ja, die Annahmen nicht. Staking-Renditen, Netzwerkinflation, Sperrfristen und Gebühren unterscheiden sich je Netzwerk erheblich und ändern sich laufend.

Der Rechner trifft deshalb keine Annahme über einen bestimmten Coin. Die Werte sind einzusetzen, nicht abzulesen.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen, gespeichert oder ausgewertet.