Rechner
Entnahme-Stresstest
Vier Verläufe mit denselben Jahresrenditen und demselben Durchschnitt — nur in anderer Reihenfolge. In der Ansparphase wäre das gleichgültig. Die Durchschnittsrendite, die alle vier Verläufe teilen, rechnet der Renditerechner aus — sie ist genau die Zahl, die hier nichts entscheidet. In der Entnahmephase trennt es Depots, die halten, von solchen, die es nicht tun.
Warum die Reihenfolge in der Entnahme zählt
Wer nichts entnimmt, dessen Endkapital hängt allein am geometrischen Mittel der Jahresrenditen — die Abfolge kürzt sich heraus. Der Rechner zeigt das: Auf null gesetzte Entnahme, und alle vier Szenarien enden auf den Cent gleich.
Mit Entnahme bricht diese Symmetrie. Jede Entnahme aus einem gefallenen Depot verkauft mehr Anteile für denselben Betrag, und diese Anteile nehmen an der Erholung nicht mehr teil. Der Verlust wird dadurch dauerhaft, obwohl der Kurs zurückkommt. Genau deshalb ist die Frage wann etwas passiert in der Entnahmephase wichtiger als in der Ansparphase — und deshalb ist sie eine andere Frage als die nach der Entnahmestrategie.
Wie dieser Rechner rechnet
| Baustein | Wie gerechnet wird |
|---|---|
| Die Idee | In der Ansparphase ist die Reihenfolge der Jahresrenditen gleichgültig, in der Entnahmephase nicht. Wer aus einem eingebrochenen Depot entnimmt, verkauft mehr Anteile für dasselbe Geld — sie fehlen bei der Erholung dauerhaft |
| Vier Anordnungen | Dieselbe Renditereihe in vier Reihenfolgen. Alle vier haben identische Jahresrenditen und damit dieselbe Durchschnittsrendite |
| Aussagekraft | Weil sich die Varianten ausschließlich in der Abfolge unterscheiden, ist der gemessene Unterschied vollständig auf die Reihenfolge zurückzuführen und auf nichts sonst |
| Entnahme | Wie im Entnahmerechner: monatlich, mit jährlicher Inflationsanpassung der Rate |
| Rundung | Gerechnet wird ungerundet, gerundet erst bei der Anzeige |
Der Stresstest ist damit kein Krisenszenario und keine Prognose: Er variiert nichts an der Renditeannahme, sondern nur deren zeitliche Anordnung. Genau das macht ihn zur ehrlichsten Form, das Reihenfolgerisiko zu zeigen.
Gesetzte Szenarien, keine Wahrscheinlichkeitsaussage: Der Rechner simuliert nicht und verwendet keine historischen Kursreihen. Er zeigt, was bei einer angenommenen Abfolge herauskäme. Steuern sind nicht enthalten. Allgemeine Information, keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Was ist das Reihenfolgerisiko?
In der Ansparphase ist es gleichgültig, in welcher Reihenfolge die Jahresrenditen kommen — nur ihr Durchschnitt zählt. Sobald entnommen wird, gilt das nicht mehr.
Wer aus einem eingebrochenen Depot verkauft, gibt für denselben Betrag mehr Anteile her. Diese Anteile fehlen bei der späteren Erholung dauerhaft. Deshalb schadet ein Einbruch zu Beginn der Entnahme mehr als derselbe Einbruch am Ende.
Sind die Szenarien simuliert?
Nein. Es sind gesetzte Abfolgen: Alle vier benutzen dieselben Jahresrenditen, nur in anderer Reihenfolge. Der Durchschnitt ist in allen vier identisch.
Damit ist der gemessene Unterschied vollständig auf die Reihenfolge zurückführbar. Der Rechner macht keine Wahrscheinlichkeitsaussage und verwendet keine historischen Kursreihen.
Was ist die sichere Entnahme?
Der monatliche Betrag, bei dem auch das schlechteste der vier Szenarien die Entnahmephase gerade übersteht.
Sie ist die eigentliche Antwort dieses Rechners: eine Zahl, die den Preis dafür beziffert, dass der Zeitpunkt eines Einbruchs nicht wählbar ist.
Warum rechnet der Stresstest ohne Steuern?
Weil er den Effekt der Reihenfolge misst. Käme die Besteuerung hinzu, stammte ein Teil des Unterschieds aus dem Steuerzeitpunkt statt aus der Abfolge.
Die Steuer auf Entnahmen rechnet der ETF-Sparplanrechner mit Entnahmephase.
Werden meine Eingaben gespeichert?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen, gespeichert oder ausgewertet.