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Festgeld: welche Laufzeit welchen Zins bringt
Von Philipp Busch Aktualisiert am Zinsstaffeln von 5 Anbietern an deren Konditionsseiten erhoben, Stand 05.09.2026
„Bis zu 2,60 %" ist keine Lüge. Es ist nur der Satz für die Laufzeit, die den höchsten Zins trägt — und das ist selten die, die du suchst. Diese Tabelle fragt zuerst nach der Laufzeit und rechnet dann, was am Ende herauskommt.
Die Antwort in Kurzform
Über 12 Monate und 20.000 € führt Bank of Scotland Festgeld mit 630,00 € — 3,15 % für genau diese Laufzeit. Das ist zugleich der höchste Satz der Erhebung — und er gehört ans kurze Ende: Dieser Anbieter führt drei, sechs, neun und zwölf Monate und darüber hinaus nichts. Ab anderthalb Jahren stehen andere oben — über zwei bis fünf Jahre die DKB, über sechs Jahre die TARGOBANK, über acht Santander.
Deshalb steht die Laufzeit über der Tabelle und nicht in der Werbezeile. Erst die Bindung, die du eingehen willst, dann der Satz — nicht umgekehrt. Wer die Reihenfolge dreht, wählt die Laufzeit nach dem Zins und bindet Geld, das er in zwei Jahren braucht, für sechs.
Und ein Anbieter, der deine Laufzeit nicht führt, bekommt hier keine Zahl. Die PSD Bank Karlsruhe-Neustadt führt 12 Monate und sonst nichts; andere Häuser kennen drei, sechs und achtzehn Monate, aber keine zwölf. Wer für 24 Monate trotzdem etwas anzeigt, hat zwischen zwei Stufen interpoliert — und das ist beim Festgeld keine Schätzung, sondern eine Erfindung.
Der Vergleich bei deiner Laufzeit
Was dein Geld über deine Laufzeit bringt
Sortiert wird nach dem Ertrag über die Laufzeit, die du wählst — nicht nach dem beworbenen „bis zu". Wer eine Laufzeit nicht anbietet, bekommt keine geschätzte Zahl, sondern den Hinweis darauf. Die Höhe der Vergütung sortiert nicht mit: Welcher Partner oben steht, entscheidet die Rechnung.
Werbung. Aufgeführt sind nur Angebote mit Vergütungsvereinbarung — das ist keine vollständige Marktübersicht. Weitere Anbieter im Markt
5 Partnerangebote, sortiert nach dem Ertrag über 12 Monate.
| Anbieter | 1 Bank of Scotland Festgeld | 2 PSD Bank Karlsruhe-Neustadt PSD TerminGeld | 3 DKB Festgeld | 4 TARGOBANK Festgeld | 5 Santander Festgeld |
|---|---|---|---|---|---|
| Zum Anbieter | Zum Anbieter | Zum Anbieter | Zum Anbieter | Zum Anbieter | Zum Anbieter |
| Ertrag über deine Laufzeit | 630,00 € | 550,00 € | 504,71 € | 500,00 € | 450,00 € |
| Zins für genau diese Laufzeit | 3,15 % | 2,75 % | 2,50 % | 2,50 % | 2,25 % |
| Effektiv pro Jahr | 3,15 % | 2,75 % | 2,52 % | 2,50 % | 2,25 % |
| Beworben wird mit bis zu | 3,15 % | 2,75 % | 3,00 % | 2,60 % | 2,50 % |
| Angebotene Laufzeiten | 3, 6, 9 und 12 Monate | 12 Monate | 3, 6, 12, 24–60 und 120 Monate | 6, 12, 18, 24, 36, 48, 60 und 72 Monate | 6, 12, 24, 36, 48 und 60–96 Monate |
| Zinsgutschrift | am Laufzeitende | am Laufzeitende | vierteljährlich | jährlich | nicht ausgewiesen |
| Zinsen werden mitverzinst | nein | nein | ja | nein | nein |
| Mindestanlage | 100 € | 5.000 € | 2.500 € | 2.500 € | 2.500 € |
| Höchstanlage | 500.000 € | 500.000 € | 500.000 € | keine genannt | keine genannt |
| Bedingung für das Angebot | keine | Neugeld von einer fremden Bank; das Kontingent ist nach Angabe der Bank begrenzt | keine | keine | keine |
| Gesetzliche Einlagensicherung | deutsch (gesetzlich), 100.000 € je Einleger | deutsch (gesetzlich), 100.000 € je Einleger | deutsch (gesetzlich), 100.000 € je Einleger | deutsch (gesetzlich), 100.000 € je Einleger | deutsch (gesetzlich), 100.000 € je Einleger |
| Zusätzliche Sicherung | Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) | Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) | Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken (VÖB) | Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken | Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken |
| Wer die Einlage hält | Lloyds Bank GmbH | PSD Bank Karlsruhe-Neustadt eG | Deutsche Kreditbank AG | TARGOBANK AG | Santander Consumer Bank AG |
| Zinsen geprüft | 05.09.2026 | 05.09.2026 | 05.09.2026 | 05.09.2026 | 05.09.2026 |
Gerechnet wird mit dem Satz, der zur gewählten Laufzeit gehört, und mit dem Gutschriftsrhythmus des Anbieters: Wo die Zinsen auf dem Festgeldkonto bleiben, verzinsen sie mit; wo sie aufs Referenzkonto gehen, nicht. Was aus dem überwiesenen Geld wird, steht nicht in dieser Tabelle — das entscheidet der Anleger und nicht die Bank. Vor Steuern gerechnet; die Abgeltungsteuer trifft alle Zeilen gleich und verschiebt die Reihenfolge nicht. Zinsen sind veränderlich. Jede Zeile trägt ihr Prüfdatum; eine Wache gleicht die Sätze täglich mit der Anbieterseite ab.
Warum „bis zu" fast nie dein Zins ist
Der Werbesatz beim Festgeld ist ein anderer Fall als beim Tagesgeld. Dort läuft er nach vier Monaten ab; hier gilt er für die volle Laufzeit, garantiert, ohne Kleingedrucktes. Das ist der Grund, warum Festgeld überhaupt planbar ist.
Nur gehört er zu einer Laufzeit. Bei der TARGOBANK stehen die beworbenen 2,60 % für fünf und sechs Jahre; über zwölf Monate zahlt sie 2,50 %. Bei der DKB gehören die 3,00 % zu zehn Jahren. In der Erhebung werben 3 von 5 Anbietern mit einem Satz, den sie über zwölf Monate nicht zahlen.
Für die Auswahl folgt daraus kein Misstrauen, sondern eine Reihenfolge: erst die Laufzeit festlegen, dann vergleichen. Die Tabelle oben ist genau dafür gebaut — die Laufzeit ist das erste Feld, und mit ihr ändert sich die Rangfolge.
Wenn längeres Binden weniger bringt
Die stille Annahme hinter jeder Zinstreppe lautet: Wer länger bindet, bekommt mehr. Meistens stimmt das. In dieser Erhebung stimmt es bei einem Anbieter nicht.
Santander zahlt für vier Jahre 2,50 % und für fünf bis acht Jahre 2,25 %. Wer dort acht Jahre bindet, bekommt weniger Zins als für vier — und gibt vier zusätzliche Jahre Verfügbarkeit dafür her.
Das ist kein Versehen der Bank, sondern eine Aussage über den Markt: Für sehr lange Bindungen zahlt derzeit nicht jedes Haus einen Aufschlag. Wer eine Zinstreppe baut, sollte die Staffel deshalb Stufe für Stufe ansehen, statt die längste Laufzeit zu nehmen. Wie man Laufzeiten sinnvoll verteilt, steht unter Zinstreppe statt einer Laufzeit.
Zwei gleiche Zinssätze, zwei Ergebnisse
Der unauffälligste Posten im Festgeldvergleich steht nie in der Werbezeile: wann die Zinsen gutgeschrieben werden — und wohin.
Die DKB schreibt vierteljährlich auf das Festgeldkonto gut und verzinst die Gutschrift mit. Die TARGOBANK überweist jährlich auf das Referenzkonto; dort verlässt das Geld die Anlage. Der Rhythmus allein sagt also nichts — das Ziel der Gutschrift sagt alles.
Was das ausmacht, zeigt die Rechnung über 5 Jahre bei 50.000 €: DKB 2,75 % nominal ergeben 7.343,10 €, TARGOBANK 2,60 % nominal ergeben 6.500,00 €. Der Abstand ist größer als der Abstand der Zinssätze.
Ein Vorbehalt, und er gehört dazu: Was aus dem überwiesenen Geld wird, steht nicht in dieser Rechnung. Wer die jährliche Gutschrift selbst wieder anlegt, holt einen Teil des Unterschieds zurück. Die Tabelle sagt, was die Bank zahlt — nicht, was der Anleger daraus macht.
Wenn der Zins nur für die Hälfte gilt
In dieser Recherche ist ein Satz aufgetaucht, der alle anderen überragt: 3,50 % für zwölf Monate, beworben von der TARGOBANK unter dem Namen „Rendite-Plus". Er steht nicht in der Tabelle, und der Grund gehört auf diese Seite.
Rendite-Plus ist ein Kombiprodukt. Die eine Hälfte des Geldes geht ins Festgeld, die andere in Fonds oder Zertifikate — bei mindestens 5.000 Euro Anlage müssen laut Anbieter mindestens 2.500 Euro auf den Investmentteil entfallen. Der Zins gilt für die Festgeldhälfte.
Für jemanden, der ohnehin beides wollte, ist das ein nachvollziehbares Angebot: Der Festgeldteil wird besser verzinst als einzeln. Nur ist es kein Festgeld, und es lässt sich nicht mitrechnen. Was der Fondsanteil bringt, weiß vorher niemand — und ohne diese Zahl stünde eine Zeile „3,50 %" neben Angeboten, deren Satz für die ganze Summe gilt. Das wäre ein Vergleich zwischen zwei verschiedenen Dingen.
Die Faustregel dahinter gilt über dieses Produkt hinaus: Wenn ein Zins deutlich aus der Reihe fällt, lohnt die Frage, für welchen Teil des Geldes er gilt.
Einlagensicherung bei gebundenem Geld
Beim Tagesgeld ist die Einlagensicherung eine Absicherung. Beim Festgeld ist sie mehr: Das Geld ist gebunden, im Zweifel für Jahre, und lässt sich nicht kurzfristig abziehen, wenn eine Nachricht Zweifel weckt.
Die gesetzliche Deckung ist bei allen erhobenen Anbietern dieselbe: 100.000 Euro je Einleger und Institut, europaweit garantiert. Darüber hinaus greift bei den vier privaten Banken der Einlagensicherungsfonds ihres Verbandes, bei der PSD Bank Karlsruhe-Neustadt die Sicherungseinrichtung des genossenschaftlichen Verbundes. Die Zeile „Zusätzliche Sicherung" in der Tabelle nennt sie je Anbieter.
Praktisch heißt das: Wer mehr als 100.000 Euro anlegt, verteilt besser auf mehrere Institute, statt sich auf die freiwillige Sicherung zu verlassen. Was die gesetzliche Sicherung genau abdeckt, steht unter Einlagensicherung: was 100.000 Euro wirklich bedeuten.
Was das Finanzamt vom Zins nimmt
Zinsen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen. Darauf fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an, dazu Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro je Person gilt auch hier; mit einem Freistellungsauftrag wird bis dahin nichts einbehalten.
Beim Festgeld kommt eine Frage dazu, die es beim Tagesgeld nicht gibt: wann die Zinsen zufließen. Wer sie erst am Laufzeitende gutgeschrieben bekommt, versteuert sie auch erst dann — und schöpft den Pauschbetrag der Zwischenjahre nicht aus. Bei einer vierjährigen Anlage können so drei Freibeträge ungenutzt verfallen.
Die Zeile „Zinsgutschrift" in der Tabelle steht deshalb nicht nur wegen des Zinseszinses dort. Wie viel netto bleibt, rechnet der Zinsrechner aus.
Was diese Tabelle nicht leistet
Sie ist kein Vollmarktvergleich. Festgeld gibt es in Deutschland von dreistellig vielen Häusern, dazu die europäischen Angebote über Zinsplattformen — und dort stehen regelmäßig Sätze über allem, was hier steht, oft von Banken, deren Einlagensicherung an einem anderen Staat hängt.
Wofür diese Seite geradesteht, ist die Rechnung. Jede Staffel hier ist an der Konditionsseite der Bank erhoben und trägt ihr Prüfdatum; eine Wache gleicht sie täglich ab. Gerechnet wird für die Laufzeit, die du wählst, mit dem Gutschriftsrhythmus dieses Hauses — nicht mit dem beworbenen „bis zu". Und wo eine Laufzeit fehlt, steht das da, statt dass zwischen zwei Stufen interpoliert wird.
Die Commerzbank ist Partner dieser Seite, aber nicht für Festgeld: Für dieses Produkt besteht keine Vereinbarung, und deshalb steht sie hier nicht in der Tabelle.
Wie gerechnet wird
Der Ertrag ergibt sich aus dem Anlagebetrag, der gewählten Laufzeit und dem Satz, der bei diesem Anbieter zu genau dieser Laufzeit gehört. Führt er sie nicht, entsteht keine Zahl. Hat er eine Staffel nach Anlagesumme, gilt die höchste Stufe, die der Betrag erreicht.
Der Gutschriftsrhythmus geht ein: Wo die Zinsen auf dem Festgeldkonto bleiben, wird mit Zinseszins gerechnet; wo sie auf ein Referenzkonto gehen oder erst am Laufzeitende anfallen, linear. Weist ein Anbieter den Rhythmus nicht aus — das ist bei Santander der Fall —, rechnet die Seite ohne Zinseszins und schreibt „nicht ausgewiesen" in die Zeile. Lieber zu wenig ausweisen als zu viel versprechen.
Der Effektivzins ist der Satz, der denselben Ertrag ohne Zinseszins ergäbe — die Zahl, die zwei Angebote mit verschiedenen Rhythmen vergleichbar macht. Bei Laufzeiten unter einem Jahr ist er auf ein Jahr hochgerechnet.
Gerechnet wird vor Steuern. Die Abgeltungsteuer trifft alle Zeilen gleich und verschiebt die Reihenfolge nicht; für die Frage „reicht das" zählt sie sehr wohl, deshalb der eigene Abschnitt oben.
Die Sortierung liest die Vergütung nicht. Sie bekommt die Datensätze in einer Fassung, aus der das Vergütungsfeld entfernt ist — sie kann es weder lesen noch gewichten. Beim Bauen läuft die Rangfolge über 44 Kombinationen aus Betrag und Laufzeit einmal mit und einmal ohne Vergütungsangaben; weicht auch nur eine Reihenfolge ab, bricht der Durchlauf ab. Dazu kommen 55 Proben darauf, dass für eine nicht geführte Laufzeit keine Zahl entsteht.
Jede Zahl trägt ihr Prüfdatum. Eine Wache ruft täglich die Konditionsseite jedes Anbieters ab und meldet, wenn eine Stufe dort nicht mehr steht. Eingetragen wird trotzdem von Hand: Ein automatisch übernommener Zins wäre eine Behauptung über eine fremde Bank, die niemand gelesen hat.
Rechtsquellen
- § 8 EinSiG Deckungssumme — 100.000 Euro je Einleger und CRR-Kreditinstitut Bundesministerium der Justiz
- § 20 EStG Einkünfte aus Kapitalvermögen; Absatz 9 regelt den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro je Person Bundesministerium der Justiz
- § 32d EStG Gesonderter Steuertarif für Einkünfte aus Kapitalvermögen Bundesministerium der Justiz
Alle Verweise führen auf die amtliche Fassung und wurden am 05.09.2026 aufgerufen. Sie öffnen in einem neuen Tab.
Häufige Fragen
Wonach ist diese Tabelle sortiert?
Nach dem Ertrag über die Laufzeit, die du oben auswählst — in Euro, auf deinen Betrag. Nicht nach dem beworbenen „bis zu".
Das ist keine Spitzfindigkeit: 3 der 5 erhobenen Anbieter werben mit einem Satz, den sie über 12 Monate nicht zahlen. Bei der TARGOBANK gehören die beworbenen 2,60 % zu fünf und sechs Jahren.
Warum steht bei manchen Anbietern keine Zahl?
Weil sie die gewählte Laufzeit nicht anbieten. Die PSD Bank etwa führt nur zwölf Monate — für 24 gibt es dort keinen Satz, und einer zwischen zwei Stufen wäre erfunden.
Eine Zahl zwischen zwei Stufen wäre nicht geschätzt, sondern erfunden. Deshalb steht dort „bietet diese Laufzeit nicht", und die Spalte rutscht ans Ende.
Warum bringen zwei gleiche Zinssätze verschieden viel?
Weil der Gutschriftsrhythmus mitzählt. Die DKB schreibt vierteljährlich auf das Festgeldkonto gut und verzinst mit; die TARGOBANK überweist jährlich auf das Referenzkonto, wo das Geld die Anlage verlässt.
Über 5 Jahre und 50.000 € sind das 7.343,10 € gegen 6.500,00 €. Was du mit dem überwiesenen Geld machst, steht nicht in der Tabelle — das entscheidest du, nicht die Bank.
Bringt eine längere Laufzeit immer mehr Zins?
Nein. Bei Santander bringen vier Jahre 2,50 % und fünf bis acht Jahre 2,25 % — länger binden heißt dort weniger bekommen.
Das ist kein Fehler der Bank. Der Markt zahlt für lange Bindungen derzeit keinen durchgehenden Aufschlag, und einzelne Häuser bilden das in ihrer Staffel ab.
Was ist von einem Kombiprodukt wie „Rendite-Plus" zu halten?
Es ist ein echtes Angebot, nur kein Festgeld. Bei der TARGOBANK geht die eine Hälfte des Geldes ins Festgeld zu 3,50 % über zwölf Monate, die andere in Fonds oder Zertifikate.
Der hohe Satz gilt damit für die Hälfte, und die andere Hälfte trägt Kursrisiko. Deshalb steht das Produkt nicht in der Tabelle: Was der Fondsanteil bringt, weiß vorher niemand, und ohne diese Zahl lässt es sich nicht mit einem Angebot vergleichen, dessen Satz für die ganze Summe gilt.
Komme ich vor Ablauf an mein Geld?
In der Regel nicht. Das ist der Unterschied zum Tagesgeld und der Grund für den höheren Satz: Die Bank kann mit dem Geld für die volle Laufzeit planen.
Wer damit rechnet, vorzeitig heranzumüssen, sollte den Betrag nicht binden — oder auf mehrere Laufzeiten verteilen, statt alles auf die längste zu legen.
Muss ich die Zinsen versteuern?
Ja. Zinsen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro je Person gilt auch hier. Bei mehrjährigem Festgeld kommt es darauf an, wann die Zinsen zufließen: Wer sie erst am Laufzeitende gutgeschrieben bekommt, versteuert sie auch erst dann — und schöpft den Pauschbetrag der Zwischenjahre nicht aus.
Sind hier alle Anbieter aufgeführt?
Nein. In der Tabelle stehen 5 Angebote, zu denen eine Vergütungsvereinbarung besteht — der Markt ist größer.
Wofür diese Seite geradesteht, ist die Rechnung: Jede Staffel ist an der Konditionsseite der Bank erhoben, trägt ihr Prüfdatum und wird täglich abgeglichen. Der Ertrag gilt für die Laufzeit, die du wählst, und nicht für die, mit der geworben wird.
Vier Einwände gegen diese Tabelle
„Bei Raisin oder CHECK24 stehen viel höhere Zinsen."
Stimmt, und wer den besten Satz des Marktes sucht, ist dort richtig — die Portale führen europaweit hunderte Banken. Diese Tabelle führt fünf. Was sie dafür tut: Sie rechnet den Satz für deine Laufzeit aus statt „bis zu" zu schreiben, und sie sagt, wenn ein Anbieter deine Laufzeit gar nicht führt.
„Festgeld lohnt sich nicht, ich bin so lange gebunden."
Die Bindung ist der Preis, und ob er sich lohnt, hängt daran, ob du das Geld wirklich entbehren kannst. Für die Reserve, an die du jederzeit heranmusst, ist Festgeld die falsche Anlage — dafür gibt es das Tagesgeld. Für Geld mit einem Termin, etwa der Steuerzahlung in zwei Jahren, ist die Bindung kein Nachteil, sondern der Grund für den höheren Satz.
„Dann nehme ich eben die längste Laufzeit."
Nicht überall die beste Idee. Bei Santander bringen vier Jahre 2,50 % und acht Jahre 2,25 %. Die Staffel steigt nicht automatisch — deshalb steht sie in der Tabelle, Stufe für Stufe.
„Ihr verdient an den Links, also stimmt die Reihenfolge nicht."
Halb richtig, und der Teil, der stimmt, steht über der Tabelle: Sie zeigt Anbieter mit Vergütungsvereinbarung. Was sie nicht tut, ist nach Vergütungshöhe sortieren. Die Sortierung bekommt die Datensätze in einer Fassung, aus der das Vergütungsfeld entfernt ist — sie kann gar nicht danach ordnen, und beim Bauen wird über 44 Proben nachgerechnet, dass dieselbe Reihenfolge herauskommt.