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Rechner

P2P-Nettorendite

Plattformen werben mit dem Nominalzins. Was davon ankommt, entscheiden Ausfälle, Wiederanlageverzug, Kosten — und eine steuerliche Schieflage, die kaum jemand einkalkuliert.

Anlage
Euro, laufend wieder angelegt
Prozent pro Jahr, wie beworben
Monate im Durchschnitt
Auf wie viele verteilt wird
Jahre
Ausfälle
Prozent pro Jahr vom ausstehenden Bestand
Prozent, der zurückkommt — bei Rückkaufgarantie hoch
Monate bis zum Rückfluss
Reibungsverluste
Tage, die Geld unverzinst liegen bleibt
Prozent der Zinserträge
Prozent, bei Plattformen außerhalb des Euroraums
Steuer
Prozent — 26,375 mit Soli, mehr mit Kirchensteuer
Euro pro Jahr, noch verfügbarer Sparerpauschbetrag

Was auffällt

Aus deinen Eingaben abgeleitet

Verlauf

Die Spalte „Steuern“ neben den Ausfällen zeigt den Kern des Problems: Sie folgt den Zinserträgen, nicht dem wirtschaftlichen Ergebnis.

Jahr Zinsen Ausfälle Verwertung Steuern Vermögen
Aufbau der P2P-Nettorendite: Vom beworbenen Bruttozins gehen Ausfälle und Kosten sowie die Steuer ab; erst danach steht fest, was tatsächlich ankommt.
Der beworbene Zins ist eine Größe vor Ausfällen — die Nettorendite steht erst am Ende fest. CC BY 4.0

Die vier Abzüge

Abzug Warum er entsteht In Renditeangaben?
Kreditausfälle Kreditnehmer zahlen nicht zurück; Inkasso bringt nur einen Teil und braucht Zeit Selten
Wiederanlageverzug Zurückgeflossenes Geld liegt unverzinst, bis es neu vergeben ist Nie
Gebühren und Währung Plattformgebühren auf Zinsen, Umrechnung außerhalb des Euroraums Teilweise
Steuer auf Bruttozinsen Zinsen sind voll steuerpflichtig, Forderungsausfälle erst mit Nachweis der Endgültigkeit verrechenbar Nie

Wie dieser Rechner rechnet

Baustein Wie gerechnet wird
Ausgangsgröße Der beworbene Zinssatz als Bruttowert vor Ausfällen — von dort aus rechnet der Kern vier Abzüge einzeln
Ausfälle Ausfallquote auf den ausstehenden Bestand, gemindert um die angenommene Verwertungs- oder Rückkaufquote
Wiederanlageverzug Zurückgeflossenes Geld verzinst sich erst wieder, wenn es neu vergeben ist. Die Verzugstage mindern die effektive Verzinsung
Plattform- und Währungskosten Als Prozentsatz auf den Bestand beziehungsweise auf die Umsätze
Steuer Zinserträge in voller Höhe steuerpflichtig. Ein Forderungsausfall hält erst dagegen, wenn er endgültig ist und belegt werden kann — der Rechner führt beide Fälle getrennt
Rundung Gerechnet wird ungerundet, gerundet erst bei der Anzeige

Die betragsmäßige Grenze des § 20 Abs. 6 Satz 6 EStG ist mit dem Jahressteuergesetz 2024 entfallen; geblieben ist die Nachweisfrage, die bei ausländischen Plattformen die eigentliche Hürde darstellt. Wo sie nicht genommen wird, kann die Steuer einen größeren Betrag ausmachen als der wirtschaftliche Gewinn — die effektive Steuerquote übersteigt dann 100 %, und genau das zeigt der Rechner an, statt es zu glätten.

Zur steuerlichen Behandlung

Der Rechner unterstellt im Standardfall, dass Forderungsausfälle nicht mit Zinserträgen verrechnet werden können. Die Behandlung von Verlusten aus dem Ausfall von Kapitalforderungen ist gesetzlich beschränkt und entwickelt sich weiter; wie sie in deinem Fall anzuwenden ist, gehört in die Hand einer steuerberatenden Person. Der Schalter oben zeigt, wie groß der Unterschied wäre.

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Die Anlageklasse im Überblick mit Ertrag, Kosten, Risiko und Liquidität: P2P-Kredite. Was von Kapitalerträgen allgemein nach Steuern bleibt, zeigt der Steuerrechner.

Risikohinweis

P2P-Kredite unterliegen keiner Einlagensicherung. Ein Totalverlust ist möglich — durch Kreditausfälle wie durch Insolvenz der Plattform. Die Rechnung unterstellt eine gleichmäßige Ausfallquote; real treten Ausfälle im Abschwung gehäuft gleichzeitig auf, was das Ergebnis erheblich verschlechtern kann. Keine Anlage- oder Steuerberatung und keine Empfehlung für eine bestimmte Plattform.

Häufige Fragen

Warum liegt die tatsächliche Rendite so weit unter dem beworbenen Zins?

Der beworbene Zinssatz ist eine Bruttogröße vor Ausfällen. Zwischen ihm und dem Ergebnis liegen vier Abzüge: nicht zurückgezahlte Kredite, der Wiederanlageverzug, Plattform- und Währungskosten sowie die Steuer.

Der größte Posten sind in aller Regel die Ausfälle. Erst die Zahl nach allen vier Abzügen ist mit anderen Anlageformen vergleichbar.

Warum kann die Steuerquote über 100 Prozent liegen?

Weil Zinserträge in voller Höhe steuerpflichtig sind, während ein Forderungsausfall erst dann dagegenhält, wenn er endgültig feststeht und belegt werden kann. Ohne diesen Nachweis bemisst sich die Steuer an den vereinnahmten Zinsen, nicht am wirtschaftlichen Ergebnis.

Die betragsmäßige Grenze für solche Verluste ist mit dem Jahressteuergesetz 2024 entfallen — der Schalter zur Verlustverrechnung steht deshalb standardmäßig an. Wer ihn ausschaltet, rechnet den Fall, in dem sich der endgültige Ausfall nicht belegen lässt: Dann übersteigt die Steuerlast bei hohen Ausfallquoten den tatsächlichen Gewinn.

Was ist der Wiederanlageverzug?

Zins- und Tilgungszahlungen fließen laufend zurück. Verzinsen tun sie sich aber nur, wenn sie umgehend wieder in neue Kredite fließen. Die Zeit dazwischen liegt das Geld unverzinst auf dem Plattformkonto.

Über Jahre summiert sich das zu einem spürbaren Renditeabzug, der in keiner Plattformangabe auftaucht. Automatische Wiederanlage verkürzt den Verzug, beseitigt ihn aber nicht.

Wie zuverlässig ist eine Rückkaufgarantie?

Sie ist nur so belastbar wie der Kreditanbahner, der sie ausspricht. Eine Garantie ist kein Sicherungsrecht, sondern ein Zahlungsversprechen eines Unternehmens.

Der kritische Punkt ist der Gleichlauf: In einem Abschwung fallen viele Kredite gleichzeitig aus — und genau dann gerät auch der Garantiegeber unter Druck. Rechne zur Gegenprobe mit einer deutlich niedrigeren Verwertungsquote.

Auf wie viele Kredite sollte ich verteilen?

Eine feste Zahl gibt es nicht, aber die statistische Ausfallquote greift erst bei breiter Streuung. Bei wenigen Krediten entscheidet der Zufall einzelner Kreditnehmer über das Ergebnis.

Wichtiger noch: Streuung über viele Kredite schützt gegen Einzelausfälle, nicht gegen einen Abschwung, in dem Ausfälle gehäuft gleichzeitig auftreten. Gegen dieses Risiko hilft nur eine kleinere Position insgesamt.

Warum fällt bei kleinen Beträgen kaum Steuer an?

Weil der Sparerpauschbetrag die Zinserträge bis zu einer bestimmten Höhe freistellt. Bei kleinen Anlagesummen deckt er oft die gesamten Erträge ab, und die steuerliche Schieflage bleibt unsichtbar.

Sie tritt erst hervor, wenn die Zinserträge den Freibetrag deutlich übersteigen. Wer die Anlage später aufstockt, sollte deshalb mit dem größeren Betrag neu rechnen.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen, gespeichert oder ausgewertet.